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Allgemein und Besucher und Nouvelles de ParisSonntag, 16. April 2006

Samstag, 08.04.2006

Am Samstag Nachmittag holte ich Kerstin und Kai, die von Karlsruhe aus mit dem Zug nach Paris kamen, am Gare de l’Est in Paris ab. Nach ihrer Ankunft fuhren wir gemeinsam zunächst zu ihrem Hotel Daguerre in der schönen Rue Daguerre in Montparnasse.
Die Beiden nahmen ihre Zimmerschlüssel entgegen, stellten ihr Gepäck im Hotelzimmer ab und wir machten uns wieder auf den Weg ins Zentrum.

Kerstin und Kai vorm Hotel de VilleKai und Kerstin vor Notre Dame

Vorbei am Hôtel de Ville, ging’s auf die Ile-de-la-Cité und dort gleich mal in Richtung Notre Dame, wo wir die Kirche von innen besichtigten und anschließend einigen Rollerbladern und Rollschuhfahrern zuschauten.

Kai und Kerstin vor Notre DameKerstin und ich bei Notre DameRollerblader

Dann überquerten wir die Brücke zur zweiten Seine-Insel “Ile-Saint-Louis”. Dort bekamen Kerstin und Kai beim Spazieren durch die Gässchen einen kleinen Eindruck von Paris. Gegen 20 Uhr hatten wir großen Hunger, deshalb suchten wir ein Restaurant im französischen Stil auf, in dem Kai und ich als Nachtisch jeweils einen Crêpe aßen.

CrepeKai beim Crepeessen

Sonntag, 09.04.2006

Kerstin, Kai und ich trafen uns um 10 Uhr in Montparnasse, um die Katakomben von Paris zu besichtigen. Die Katakomben existieren seit dem 13. Jahrhundert, weil man damals Steine aus dem Boden zum Bau von Gebäuden geholt hat. Der Katakombengang ist sehr groß und man kann sich bei den Abzweigungen leicht verlaufen, darum wurde der Weg mit einer schwarzen Linie an der Decke gekennzeichnet.

KatakombenKatakomben
KatakombenKerstin mit transilvanischem Vampir

Da man im 18. Jahrhundert in Paris aufgrund von Seuchen und Hungersnot nicht mehr wusste, wohin mit den ganzen Toten, nutze man die Katakomben als “Leichenlagerplätze”. U.a. vom “Cimetière des Innocents” und den Friedhöfen Saint-Eustache und Saint-Landry wurden die Überreste der Toten dorthin verlegt.

Totengräber unter ParisMassengrab
TotenkopfÜberreste der Toten
ToteÜberreste der Toten vom Friedhof St Jacques

Nach dieser 1,5-stündigen Wanderung unter Paris, begaben wir uns wieder an die Erdoberfläche. Kai wollte unbedingt zum “Musée d’Armée”, weshalb wir uns trennten und Kerstin und ich mit der Métro nach Châtelet fuhren. Dort schauten wir uns den Jardin des Plantes, der mittlerweile wieder durchaus sehenswert ist, an, Sainte-Eustache sowie die Sonnenuhr vor Sainte-Eustache.

Jardin des PlantesChâtelet
Kerstin bei Sainte-EustacheSonnenuhr bei Sainte-Eustache

Die Fontaine des Innocents passierend, die endlich wieder in Betrieb ist, gelangten wir zum Centre Pompidou und zum Strawinsky-Brunnen.

Fontaine des InnocentsCentre Pompidou
Kerstin vorm Strawinsky-Brunnen

Unser anschließender Spaziergang entlang an der Seine führte uns vorbei an der Concergerie zum Louvre und dem Jardin des Tuleries.Kerstin und ich an der Seine

An diesem Tag hatte der Marathon von Paris stattgefunden und der hatte u.a. auch an der Seine entlang geführt. Vereinzelt kamen uns Läufer, die scheinbar auf Höhe des Louvres aufgegeben hatten, entgegen.

ConcergerieLouvre
Pyramide des LouvresArc de Triomphe du Carrousel

Eigentlich wollten Kerstin und ich zum Boulevard Haussmann fahren, um dort für mich eine Sonnenbrille zu kaufen. Zwar war Sonntag, aber normalerweise hat zumindest die Galerie Lafayette auch sonntags geöffnet. Allerdings handelte es sich an diesem Tag um den Palmsonntag, deshalb hatte absolut gar kein Geschäft offen. Wir gingen deshalb nur einmal kurz um die Oper und tranken etwas in einem Café.

Puces de Saint-OuenMit Kai trafen wir uns gegen 16 Uhr in Clignancourt, um auf den Flohmarkt Puces de Saint-Ouen zu gehen. Die ersten Meter waren nicht sonderlich toll, denn dort erinnerten die Stände eher an den Markt, den man in Tschechien, direkt hinter der deutschen Grenze findet. Wenn man allerdings etwas weiter geht, handelt es sich um einen richtigen Flohmarkt.

Wir sahen viele Stände, bei denen Antiquitäten und alte Bücher verkauft wurden. Kai suchte nach einem alten deutschen oder englischen Buch, wurde aber leider nicht fündig.

Antiquitäten am FlohmarktAltes Gemälde
Antiquitätenhändler, der sich scheinbar nicht gerne fotographieren lässt

Den Abend verbrachten wir in Montmartre. Wir hatten Baguttes, Käse, Salami, Oliven und Wein eingekauften und stiegen die Stufen zu Sacré Coeur hinauf. Oben angekommen betrachteten wir die Kirche, danach suchten wir uns eine Bank, auf der wir zu Abend aßen. Wir genossen für eine Weile den Blick über Paris, ehe wir zum Place du Tertre weitergingen, um ein wenig die Künstler zu beobachten.
Nachdem wir in einer Kneipe ein Bierchen getrunken hatten, zeigte ich den Beiden noch kurz Moulin Rouge, anschließend machten wir uns auf den Heimweg.

Moulin RougeKerstin und Kai vor Moulin Rouge

Dienstag, 11.04.2006

Da ich am Montag meinen ersten Arbeitstag hatte und Kerstin und Kai mal einen Tag für sich alleine haben wollten, trafen wir uns erst am Dienstag wieder. Nach der Arbeit fuhr ich mit der RER bzw. Métro zum Boulevard Haussmann, wo ich mich mit Kerstin und Kai traf. Nachdem wir etwas nach einer Sonnenbrille gesucht hatten, wurden wir tatsächlich in der Galerie Lafayette fündig.
Mit der RER ging es zu mir nach Lognes, anschließend mit dem Auto nach Torcy, wo wir einige Sachen im Carrefour einkauften.
Bei mir im Wohnheim angekommen, bereiteten wir unser Abendessen vor: als Vorspeise Garnelen mit Avocado, als Hauptspeise Käsefondue, als Nachtisch Mousse au Chocolat (ich glaube, Costa und Sarah kommt das irgendwie bekannt vor).
Wir waren alle total begeistert vom Essen, denn Kerstin und Kai hatten scheinbar nicht erwartet, dass das Käsefondue aus dem Kochtopf so gut schmecken würde. Gegen 23.30 Uhr begaben sich sich die zwei auf den Heimweg. Da wir uns am Mittwoch und Donnerstag nicht mehr sehen sollten, verabschiedeten wir uns voneinander und ich brachte die Beiden zur RER-Station.
Im Anschluss daran schaute ich nochmal kurz in Torcy vorbei, um Dia, die am nächsten Tag nach Hause fuhr, “Lebe wohl” zu sagen.

Donnerstag, 13.04.2006

Während ich arbeitete, erhielt ich von Kerstin eine SMS, dass sie, nachdem sie am Morgen noch den Tour de Montparnasse bestiegen hatten, mit dem Zug nach Hause gefahren sind und gut angekommen sind. Der Aufenthalt in Paris hat ihnen sehr gut gefallen.

Allgemein und Besucher und Nouvelles de ParisDienstag, 14. März 2006

Constantin und Sarah berichten von ihrem Aufenthalt in Paris:

Donnerstag, 02.03.2006

Am Donnerstag Nachmittag waren wir, Sarah und Constantin, von Dortmund aus mit Easyjet (37 Euro!) nach Paris CDG geflogen. Nachdem Flo uns am Billigfliegerterminal 3 gefunden hatte und sich vorher standhaft geweigert hatte für die 3-minütige Benutzung eines Langzeitparkplatzes 15 Euro zu zahlen, ging es erstmal zu ihm ins Wohnheim nach Lognes.

Flughafen

Dort planten wir die nächsten viereinhalb Tage in Paris und gingen zum Chinesen essen. Allerdings waren wir da die einzigen Gäste, so dass der Kellner permanent zwei Meter von unserem Tisch entfernt stand, mit den Augen unsere Teller ableckte und begierig darauf wartete einen Teller wegtragen zu können, wohl um sich nicht allzu überflüssig vorzukommen.

Freitag, 03.03.2006

Freitags begannen wir unsere Besichtigungstour in der Banlieue. Genauer fuhren wir zunächst nach Noisy-Champs, um uns von Flo seine Uni zeigen zu lassen und in der Cafete zu frühstücken.

Dabei konnten wir auch die neuesten Hosenmoden der Französinnen begutachten (Enge Jeans, bis kurz oberhalb der Knie, dann umgeschlagen, Strumpfhose und dazu hohe schwarze Stiefel).Beschreibung trifft auf sie zwar nicht ganz zu, trotzdem schön!

Dann ging es in die Innenstadt von Paris. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit, lausig kalt, windig und starker Regen. Von Châtelet Les Halles ging es, vorbei an Sainte Eustache, zum Centre Pompidou, wo wir uns am Strawinsky Brunnen in ein Café flüchteten und bei Kaffee und Crêpes warteten, bis der Regen nachgelassen hatte. Flos Schuhe waren schon so durchnässt, dass er seine Schuhe und Socken auf der Toilette ausgewrungen und geföhnt hatte.

Châtelet les HallesCosta mit Eskimogruß bei Denkmal
Sainte EustacheFlo mit nassen Füßen, aber gut gelaunt
Sarah am Strawinsky-BrunnenCentre Pompidou
Rückansicht Centre PompidouStrawinsky-Brunnen

Zum Glück hörte der Regen bald auf, so konnten wir weiter zum Hôtel de Ville und auf die Ile-de-la-Cité gehen.

Hôtel de VilleRückansicht Notre Dame auf der Ile-de-la-Cité

Notre DameNotre Dame innen3 Kaiser - Karl, Costa und Flo

Unser “Spaziergang” (eigentlich schon Wanderung) führte uns weiter auf die zweite Seineinsel, die Ile St. Louis, dann die Seine hinauf und schließlich über die Champs Elysées zum Arc de Triomphe.

Sarah am Musée d'OrsayCosta am Place de la Concorde
Costa und Sarah auf der Champs ElyséesSarah und Costa über der Seine
Pont Alexandre IIIArc de Triomphe

Von dort ging es mit der Metro zum Louvre, denn freitags ist der Eintritt dort für unter 26-Jährige kostenlos. Flo verbrachte die Zeit, während wir im Museum waren, mit einer netten Cola in einem Café.

Pyramide im LouvreArmor und Psyche



Samstag, 04.03.2006

Flo, Sarah und Costa vorm Eiffelturm

Samstag sind wir nach Versailles rausgefahren, während Flo sich mit Diego getroffen hat und sich seine Startnummer für den Halbmarathon am Sonntag abgeholt hat. Dort besichtigten wir das Schloss und besonders der 64 m lange Spiegelsaal war sehr beeindruckend. Das Wetter war glücklicherweise heute auch besser.

Louis XIVSarah in VersaillesCosta in Versailles
Costa im SchlossgartenSarah und ihr Lieblingsbaum

Am Nachmittag trafen wir uns wieder mit Flo in La Défense.

Grande ArcheDaumen hoch!

Zurück in der Innenstadt von Paris, mussten wir feststellen, dass die Arbeitsmoral der Franzosen doch sehr zu wünschen übrig lässt. Der Treppenaufgang zum Eiffelturm (für 3 Euro) wurde bereits zehn Minuten zu früh geschlossen, so dass wir den Lift (7.70EUR) nehmen mussten. Wir waren dann auch pünktlich zur Dämmerung oben und hatten einen tollen Blick über Paris.

Costa und Sarah beim EiffelturmChamps de Mars
Eiffelturm aus 2. EtageParis bei Nacht
EiffelturmWow!

Nach einer Stärkung beim Grand Arc d’Or auf der Champs Elysées, fuhren wir noch hinauf zu Sacré Coeur nach Montematre.

Sacré CoeurNachgestellte Zaunüberquerung
Moulin Rouge

Als wir endlich in der RER zurück nach Lognes waren, waren wir alle schon ganz schön müde und kaputt. Subjektiv sind wir heute sicher 30 km (Constantin) bzw. 1000 km (Sarah) gelaufen.

Sonntag, 05.03.2006

Während Flo läuft:
Es war der erste Sonntag im März, so dass bei allen staatlichen Museen der Eintritt frei war. Somit ging es für uns bei sonnigem Wetter zunächst hoch auf den Turm von Notre Dame, von woaus wir auch die Läufer des Halbmarathons, darunter Flo, die Seine entlang traben sahen.

Ausblick von Notre DameSarah am Turm von Notre Dame
Costa am Turm von Notre DameNochmal der schöne Ausblick

Anschließend haben wir noch Sainte Chapelle besichtigt, wo Costa sein Taschenmesser abgeben musste, da es sich um Sicherheitsbeamten des Justizpalastes handelte. Außerdem haben wir uns die Conciergerie angeschaut und waren im Centre Pompidou Rolltreppe fahren.

Sarah auf der RolltreppeBlick hinunter zum Strawinsky BrunnenAha, das meint Costa also immer, wenn er sagt, er war auf der Rolle

Danach gings durch die Tulerien zum Place de la Concorde. Im Quartier Latin trafen wir beim Pantheon wieder auf Flo. Nachdem uns das Foucaultsche Pendel begeistert hatte, wollten wir uns die Gräber der berühmten Franzosen anschauen, die dort beigesetzt wurden. Leider nahmen auch hier die Franzosen ihren Feierabend zu genau und warfen uns 30 Minuten vor Schließung raus – nous fermons…Na toll!

PantheonPantheon innenFoucaultsches Pendel
La Convention NationaleVoltaire

Anschließend gings auf den Arc de Triomphe, wo wir durch Flo, der die Kamera einer Gruppe Japanerinnen auf den Boden warf, eine gute Position zum Fotos schießen hatten. Das nennen wir vollen Einsatz für seinen Besuch!

La DéfenseEiffelturm
Champs ElyséesFlo, Sarah und Costa am Arc de Triomphe
Arc de TriompheDas ist mal ein schönes Motiv

Danach gings wieder ins Quartier Latin, um den Abend mit einem französischen Menü ausklingen zu lassen. Das Essen war lecker, der Service aber miserabel. Wir sahen das trotzdem positiv, so mussten wir kein Trinkgeld zahlen…
Auf dem Rückweg dachte Constantin, dass er seine Kamera in der RER vergessen hätte, weshalb wir bis Torcy und zurück nach Lognes fahren mussten. Wir sind ja heute auch nicht schon genug gelaufen…

Costa und Flo an der MetrostationSarah und Flo



Montag, 06.03.2006

An unserem letzten Tag schauten wir zunächst La Géode an.

La GéodeSarah und Costa vor der Géode
Argonaute

Danach fuhren wir weiter zur Cathedrale St. Denis, wo sämtliche französische Könige begraben liegen.

Kathedrale von St DenisImmer diese Touristen
Das Innere der KathedraleLouis XVI und Marie-Antoinette d'Autriche
Basilika von St DenisHôtel de Ville von St Denis

Anschließend waren wir noch bei Lafayette, doch leider war die Aussichtsterrasse geschlossen. Nachdem wir uns die Oper angeschaut hatten, ging es über den Place de la Bastille zurück nach Torcy, um dort im riesigen Carrefouer einzukaufen.

OpéraOpéra innen
LafayetteLafayette
Endlich Sonnenschein am Place de la ConcordeFlos neuer Wagen
Ferrari EnzoArc de Triomphe
Place de la BastilleOpéra de la Bastille

Unseren letzten Abend in Frankreich ließen wir mit Krabben und Avocado, sowie mit Käsefondue und Rotwein ausklingen.

Dienstag, 07.03.2006

Am Dienstag lernten wir zum Abschluss französischen Stau kennen, als uns Flo zum Flughafen brachte. Dann hieß es für uns “Au revoir Paris” und weiter gings nach Wien…Abschied von Paris

Hier nochmal Dank an Flo, dass er, während wir da waren, mit einer Klappliege vorlieb nahm, so dass wir bei ihm im Zimmer schlafen konnten und nicht in ein Hotel mussten.

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