Solidarité SIDA – 21. Mai 2006
Sonntag, 21.05.2006
| An diesem Tag war ich auf einer riesigen Veranstaltung in Paris. Chrisitan hatte mir zuvor Bescheid gesagt, dass es in Paris einige Wägen mit ihm bekannten Bands geben würde. Da ich an diesem Tag noch nichts weiter geplant hatte, bin ich mit ihm dort hingegangen und es hat sich richtig gelohnt: die Musik war wirklich super, es gab wahnsinnig viele Menschen und alle waren gut drauf. | ![]() |
Am Nachmittag hatten wir uns am Place de Châtelet getroffen und waren zunächst zur Bastille gegangen, wo es gleich so einige verrückte Personen und ein paar der auf 10 Wägen verteilten Bands zu bestaunen gab.
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Besonders beeindruckt hat uns die Show des Sängers der Band “Wampas”, der nicht nur musikalisch sehr gut war, sondern auf seiner kleinen Bühne ziemlich abging. Er kletterte ein sehr hohes Gerüst hoch, legte (glücklicherweise nur einen halben) Strip hin und brachte richtig gute Stimmung unter die Leute.
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Wir liefen den Wägen und tanzenden Jugendlichen hinterher durch die gesamte Innenstadt von Paris, bis wir schließlich am Institut de France angelangt waren. Dort begann ein äußerst heftiger Regen und deshalb waren wir gezwungen uns für einige Zeit dort unterzustellen.
Die Musik ging trotzdem weiter und viele Leute hielt das Unwetter nicht vom Tanzen und gut-drauf-Sein ab:
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Nachdem der Regen etwas nachgelassen hatte, trauten auch Chrisitan und ich uns wieder aus unserem Versteck hervor. Wir liefen an der Seine etwas abseits der Menschenmasse entlang und beobachteten zwei Hunde, die einem herrenlosen Ball in der Seine hinterherjagten:
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Dabei machte ich übrigens auch das Bild von Christian, das ihr hier rechts sehen könnt. | ![]() |
Anschließend begaben wir uns zum Platz vorm Invalidendom, beobachteten die (teilweise etwas verrückten) Menschen, lauschten aufmerksam der Musik auf den vorbeifahrenden Wägen und genossen die gesamte Atmosphere.
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Wer noch mehr Infos zu diesem Tag haben möchte, dem empfehle ich den Artikel aus Christians Weblog zu lesen.




















[...] Ohne zu wissen, was uns erwartete, fuhren Sonja und ich am 8. September 2005 in Richtung Frankreich. Natürlich hat man etwas Bammel, wenn man für mehrere Monate ins Ausland geht, denn man weiß ja nie, was da so genau auf einen zukommt. Jedoch überwog zu diesem Zeitpunkt schon die Vorfreude. Und als Erasmusstudent wird es einem auch relativ leicht gemacht. Innerhalb weniger Stunden hatten wir Michael, Markus, Diego und Jana kennengelernt, die ja sogar im gleichen Wohnheim wohnten. Die ersten Wochen waren hauptsächlich vom Sprachkurs, einer kleinen Affäre mit Fanny, dem Kennenlernen und Erkunden der tollen Stadt Paris und vorallem von reichlich Erasmusparties, bei denen man sehr viele Leute aus allen Ländern der Erde kennengelernt hat, geprägt. Diego und Markus stimmten jedesmal “La camisa negra” an und der Alkohol floss dabei meistens auch nicht zu knapp. Sprachprobleme gab es eigentich relativ wenige, außer bei dem unvergessenen Gespräch mit EDF am ersten Tag. Da ich eh schon ganz gute Vorkenntnisse aus der Schule mitbrachte und man die meiste Zeit auf französisch redete, bereitete die fremde Sprache keine allzu großen Probleme. Nach 2 Wochen in Frankreich begannen schließlich die Mathevorlesungen. Eigentlich hatte ich mir schon vorgenommen einige Kurse anständig mitzumachen. Leider war es nicht ganz einfach Mathekurse auf französisch zu verfolgen und durch die vielen Parties blieb relativ wenig Zeit zum Lernen. Hinzu kam, dass die Abschlussklausuren zum Wintersemester alle in der ersten Woche des neuen Jahres stattfanden, also gerade da, wo Krausi, mct und Marco zu Besuch waren. Zuvor war ich das erste Mal seit mehr als 3 Monaten wieder in Deutschland, um mit meiner Familie Weihnachten zu feiern. In den Monaten Januar und Februar sind sehr viele Erasmusleute (u.a. Sonja, Michael, Caro und Laura) wieder zurückgegangen, andere (wie z.B. Daniel) kamen. In der zweiten Hälfte hatte ich mit den Erasmusleuten nur noch sehr wenig zu tun, außer mit Daniel (Fußballspiel PSG-Bordeaux mit Amandine und Annabelle, Musée Rodin, Asterixpark, Disneyland, sowie tägliche Internetsession), Christian (Generalstreik, sein Geburtstag, Solidarité SIDA und Ausstellung im Grand Palais), Miklós (Abschied Miklós) und Thomas. Das lag vorallem auch daran, dass ich einfach nicht mehr so darauf aus war nur Party zu machen. Hinzu kommt, dass ich im zweiten Teil weit mehr Besucher hatte (Costa und Sarah, Kerstin und Kai, Hofi und Marco, meine Eltern zum zweiten Mal, Katha, Christian und Paul, sowie Chris und Marina) als in der ersten Hälfte (meine Eltern zum ersten Mal, sowie Krausi, mct und Marco). Außerdem musste ich für das Praktikum beim IFP, das mir Mr Eymard verschafft hatte, fit sein, denn neben 7-8 h Arbeiten täglich, musste jeden Tag ganz Paris mit der RER durchfahren werden, was 1,5 h dauert. Zum Glück hat sich das aber gelohnt, denn das Praktikum war für mich eine tolle Erfahrung. [...]