Donnerstag, 25.05.06

Meine Eltern waren am Mittwoch Abend mit einem Busunternehmen in Richtung Frankreich gestartet. Am Donnerstag Morgen, nachdem sie bei ihrem Hotel am Gare de Lyon angekommen waren, riefen sie mich an und ich kam dorthin.
Gemeinsam besichtigten wir ein wenig Bercy und gingen zum Place de la Bastille.
Anschließend machten wir uns auf den Weg in Richtung Seine. Im Judenviertel von Marais aßen wir Falafel und sahen uns einige ausgewählte Meisterwerke von Picasso im gleichnamigen Museum an. Der Eintritt war äußerst günstig (nur 2 €), dafür war das Obergeschoss, in dem es vorallem Skizzen und Zeichnung von Picasso zu sehen gibt, geschlossen.
Am Nachmittag zeigte ich meinen Eltern die Kirche Saint Sulpice mit der aus dem Roman „Sakrileg“ bekannten Rosenlinie, ehe es zurück zum Hotel meiner Eltern ging. Dort angekommen wurde uns mitgeteilt, dass die Reisegruppe schon eine Stunde eher als geplant, also schon um 18 statt um 19 Uhr, zum französischen Abendessen ginge. Wir kamen um kurz nach 17.45 Uhr am Hotel an, hatten also nicht mehr gerade viel Zeit zum Erholen und frisch machen.
Versprochen wurde uns ein „ganz typisch französisches Abendessen“. Naja, es gab schon französische Speisen und dazu Wein (allerdings nicht gerade den besten und teuersten), außerdem zwei französische Musiker, insgesamt war das Ganze aber etwas zu sehr gekünstelt und für Touristen angelegt.
Nachdem wir gegessen und getrunken hatten, liefen wir noch kurz etwas in Saint-Germain-des-Prés umher, gingen zum Hôtel de Ville und anschließend machten sich meine Eltern auf den Weg zu ihrem Hotel, ich nach Lognes.
Leider hatte ich meine Fotokamera vergessen und bei der Kamera meines Vaters war der Akku leer. Deshalb kann ich von diesem Tag keine Fotos liefern.

Freitag, 26.05.06

Am Freitag Vormittag kamen meine Eltern in mein Zimmer nach Lognes. Dort packten wir einen Koffer, den meine Eltern schon mit nach Deutschland nehmen sollten. Außerdem stärkten wir uns gemeinsam um die Mittagszeit und brachen am frühen Nachmittag gemeinsam auf nach La Défense.

In La Défense angekommen betrachteten wir zunächst den Grande Arche, die Denkmäler, die über den gesamten Stadtteil verstreut sind und die künstlerischen Kühe, die für einige Wochen in ganz Paris vorzufinden waren. Meine Eltern vorm Grande Arche von La Défense
La Défense Künstlerische Kuh
Champs Elysées von La Défense aus Aufzug zum Grande Arche
Meine Eltern und eine Kuh Denkmal in La Défense Meine Eltern am Finger von La Défense

Danach fuhren wir mit dem Aufzug den Grande Arche nach oben, wo es eine sehr interessante 3D-Ausstellung gab. Des Weiteren hat man dort einen guten Blick über Paris.

Alle drei bei der 3D-Ausstellung Interessantes Bild - nicht 3D
Bild aus Ausstellung Ausblick auf La Défense
Türme in La Défense Meine Mutter und ich mit Flügeln

Anschließend begaben wir uns mit der Métro in den Stadtkern von Paris, um mit einem „bateau mouche“ die Seine entlang zu fahren. Auf dem Boot war es zwar ganz schön, allerdings waren die Leute etwas verrückt und nervig. Bei jedem Tunnel schrien sie wie die Irren und standen alle halbe Minute auf. Naja, soweit es eben ging haben wir die Bootsfahrt genossen und einige Fotos geschossen. Die Fahrt endete beim erleuchteten Eiffelturm.

Freiheitsstatue von Paris Erleuchteter Eiffelturm

Samstag, 27.05.06

Am dritten Tag des Besuches meiner Eltern bei mir fuhren wir am Vormittag nach Montparnasse. Dort wollten wir eigentlich die Katakomben anschauen, allerdings war die Menschenschlange so lang, dass wir darauf verzichteten. Stattdessen bestiegen wir den Tour de Montparnasse und schlenderten danach durch die Einkaufsstraßen, um ein wenig zu shoppen und in einer Brasserie einen Kaffee zu trinken. Außerdem verfolgten wir das muntere Treiben in der Rue Daguerre, in der ein großer, schöner Markt aufgebaut war.

Fisch auf dem Markt der Rue Daguerre Fisch auf dem Markt der Rue Daguerre
Meine Eltern am Tour de Montparnasse Mama und ich beim Crêpe-Essen

Mit der Métro fuhren wir zurück ins Stadtzentrum, um die Ausstellung Cézanne et Pissarro im Musée d’Orsay anzusehen. Auch hier war die Schlange so lang, dass wir uns dachten, wir verzichten auf den Besuch dieser Ausstellung. Stattdessen gingen wir weiter zum Hôtel de Ville, wo es ja eine Ausstellung von Willy Ronis gab. Als wir gegen 17.30 Uhr dort ankamen, wurde dort leider gerade dicht gemacht.
Trotzdem verbrachten wir einige Zeit am Place de l’Hôtel de Ville, um ein paar „Turner“ zu bestaunen.

Turner am Place de l'Hôtel de Ville Turner am Place de l'Hôtel de Ville

Um noch etwas Kultur mitzubekommen, gingen wir zum Centre Pompidou. Leider hatten wir auf ein Museum aber langsam keine Lust mehr, deshalb verfolgten wir nur das muntere Treiben vorm Centre Pompidou und sahen uns im Souvenirladen im C.P. um.

Asiatische Musiker am Centre Pompidou Familie Loos am Strawinski-Brunnen

Den Abschluss des dreitägigen Besuchs bildete ein tolles, wirklich französisches Abendessen in Montparnasse. Wir aßen Käsefondue und Fleisch vom heißen Stein und tranken dazu guten Wein.

Meine Eltern beim Abschlussessen in Montparnasse