Costa und Sarah zu Besuch – 02.03.-07.03.2006
Constantin und Sarah berichten von ihrem Aufenthalt in Paris:
Donnerstag, 02.03.2006
Am Donnerstag Nachmittag waren wir, Sarah und Constantin, von Dortmund aus mit Easyjet (37 Euro!) nach Paris CDG geflogen. Nachdem Flo uns am Billigfliegerterminal 3 gefunden hatte und sich vorher standhaft geweigert hatte für die 3-minütige Benutzung eines Langzeitparkplatzes 15 Euro zu zahlen, ging es erstmal zu ihm ins Wohnheim nach Lognes.
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Dort planten wir die nächsten viereinhalb Tage in Paris und gingen zum Chinesen essen. Allerdings waren wir da die einzigen Gäste, so dass der Kellner permanent zwei Meter von unserem Tisch entfernt stand, mit den Augen unsere Teller ableckte und begierig darauf wartete einen Teller wegtragen zu können, wohl um sich nicht allzu überflüssig vorzukommen.
Freitag, 03.03.2006
Freitags begannen wir unsere Besichtigungstour in der Banlieue. Genauer fuhren wir zunächst nach Noisy-Champs, um uns von Flo seine Uni zeigen zu lassen und in der Cafete zu frühstücken.
| Dabei konnten wir auch die neuesten Hosenmoden der Französinnen begutachten (Enge Jeans, bis kurz oberhalb der Knie, dann umgeschlagen, Strumpfhose und dazu hohe schwarze Stiefel). | ![]() |
Dann ging es in die Innenstadt von Paris. Leider spielte das Wetter überhaupt nicht mit, lausig kalt, windig und starker Regen. Von Châtelet Les Halles ging es, vorbei an Sainte Eustache, zum Centre Pompidou, wo wir uns am Strawinsky Brunnen in ein Café flüchteten und bei Kaffee und Crêpes warteten, bis der Regen nachgelassen hatte. Flos Schuhe waren schon so durchnässt, dass er seine Schuhe und Socken auf der Toilette ausgewrungen und geföhnt hatte.
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Zum Glück hörte der Regen bald auf, so konnten wir weiter zum Hôtel de Ville und auf die Ile-de-la-Cité gehen.
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Unser “Spaziergang” (eigentlich schon Wanderung) führte uns weiter auf die zweite Seineinsel, die Ile St. Louis, dann die Seine hinauf und schließlich über die Champs Elysées zum Arc de Triomphe.
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Von dort ging es mit der Metro zum Louvre, denn freitags ist der Eintritt dort für unter 26-Jährige kostenlos. Flo verbrachte die Zeit, während wir im Museum waren, mit einer netten Cola in einem Café.
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Samstag, 04.03.2006
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Samstag sind wir nach Versailles rausgefahren, während Flo sich mit Diego getroffen hat und sich seine Startnummer für den Halbmarathon am Sonntag abgeholt hat. Dort besichtigten wir das Schloss und besonders der 64 m lange Spiegelsaal war sehr beeindruckend. Das Wetter war glücklicherweise heute auch besser.
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Am Nachmittag trafen wir uns wieder mit Flo in La Défense.
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Zurück in der Innenstadt von Paris, mussten wir feststellen, dass die Arbeitsmoral der Franzosen doch sehr zu wünschen übrig lässt. Der Treppenaufgang zum Eiffelturm (für 3 Euro) wurde bereits zehn Minuten zu früh geschlossen, so dass wir den Lift (7.70EUR) nehmen mussten. Wir waren dann auch pünktlich zur Dämmerung oben und hatten einen tollen Blick über Paris.
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Nach einer Stärkung beim Grand Arc d’Or auf der Champs Elysées, fuhren wir noch hinauf zu Sacré Coeur nach Montematre.
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Als wir endlich in der RER zurück nach Lognes waren, waren wir alle schon ganz schön müde und kaputt. Subjektiv sind wir heute sicher 30 km (Constantin) bzw. 1000 km (Sarah) gelaufen.
Sonntag, 05.03.2006
Während Flo läuft:
Es war der erste Sonntag im März, so dass bei allen staatlichen Museen der Eintritt frei war. Somit ging es für uns bei sonnigem Wetter zunächst hoch auf den Turm von Notre Dame, von woaus wir auch die Läufer des Halbmarathons, darunter Flo, die Seine entlang traben sahen.
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Anschließend haben wir noch Sainte Chapelle besichtigt, wo Costa sein Taschenmesser abgeben musste, da es sich um Sicherheitsbeamten des Justizpalastes handelte. Außerdem haben wir uns die Conciergerie angeschaut und waren im Centre Pompidou Rolltreppe fahren.
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Danach gings durch die Tulerien zum Place de la Concorde. Im Quartier Latin trafen wir beim Pantheon wieder auf Flo. Nachdem uns das Foucaultsche Pendel begeistert hatte, wollten wir uns die Gräber der berühmten Franzosen anschauen, die dort beigesetzt wurden. Leider nahmen auch hier die Franzosen ihren Feierabend zu genau und warfen uns 30 Minuten vor Schließung raus – nous fermons…Na toll!
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Anschließend gings auf den Arc de Triomphe, wo wir durch Flo, der die Kamera einer Gruppe Japanerinnen auf den Boden warf, eine gute Position zum Fotos schießen hatten. Das nennen wir vollen Einsatz für seinen Besuch!
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Danach gings wieder ins Quartier Latin, um den Abend mit einem französischen Menü ausklingen zu lassen. Das Essen war lecker, der Service aber miserabel. Wir sahen das trotzdem positiv, so mussten wir kein Trinkgeld zahlen…
Auf dem Rückweg dachte Constantin, dass er seine Kamera in der RER vergessen hätte, weshalb wir bis Torcy und zurück nach Lognes fahren mussten. Wir sind ja heute auch nicht schon genug gelaufen…
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Montag, 06.03.2006
An unserem letzten Tag schauten wir zunächst La Géode an.
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Danach fuhren wir weiter zur Cathedrale St. Denis, wo sämtliche französische Könige begraben liegen.
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Anschließend waren wir noch bei Lafayette, doch leider war die Aussichtsterrasse geschlossen. Nachdem wir uns die Oper angeschaut hatten, ging es über den Place de la Bastille zurück nach Torcy, um dort im riesigen Carrefouer einzukaufen.
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Unseren letzten Abend in Frankreich ließen wir mit Krabben und Avocado, sowie mit Käsefondue und Rotwein ausklingen.
Dienstag, 07.03.2006
| Am Dienstag lernten wir zum Abschluss französischen Stau kennen, als uns Flo zum Flughafen brachte. Dann hieß es für uns “Au revoir Paris” und weiter gings nach Wien… | ![]() |
Hier nochmal Dank an Flo, dass er, während wir da waren, mit einer Klappliege vorlieb nahm, so dass wir bei ihm im Zimmer schlafen konnten und nicht in ein Hotel mussten.
















































































[...] Ohne zu wissen, was uns erwartete, fuhren Sonja und ich am 8. September 2005 in Richtung Frankreich. Natürlich hat man etwas Bammel, wenn man für mehrere Monate ins Ausland geht, denn man weiß ja nie, was da so genau auf einen zukommt. Jedoch überwog zu diesem Zeitpunkt schon die Vorfreude. Und als Erasmusstudent wird es einem auch relativ leicht gemacht. Innerhalb weniger Stunden hatten wir Michael, Markus, Diego und Jana kennengelernt, die ja sogar im gleichen Wohnheim wohnten. Die ersten Wochen waren hauptsächlich vom Sprachkurs, einer kleinen Affäre mit Fanny, dem Kennenlernen und Erkunden der tollen Stadt Paris und vorallem von reichlich Erasmusparties, bei denen man sehr viele Leute aus allen Ländern der Erde kennengelernt hat, geprägt. Diego und Markus stimmten jedesmal “La camisa negra” an und der Alkohol floss dabei meistens auch nicht zu knapp. Sprachprobleme gab es eigentich relativ wenige, außer bei dem unvergessenen Gespräch mit EDF am ersten Tag. Da ich eh schon ganz gute Vorkenntnisse aus der Schule mitbrachte und man die meiste Zeit auf französisch redete, bereitete die fremde Sprache keine allzu großen Probleme. Nach 2 Wochen in Frankreich begannen schließlich die Mathevorlesungen. Eigentlich hatte ich mir schon vorgenommen einige Kurse anständig mitzumachen. Leider war es nicht ganz einfach Mathekurse auf französisch zu verfolgen und durch die vielen Parties blieb relativ wenig Zeit zum Lernen. Hinzu kam, dass die Abschlussklausuren zum Wintersemester alle in der ersten Woche des neuen Jahres stattfanden, also gerade da, wo Krausi, mct und Marco zu Besuch waren. Zuvor war ich das erste Mal seit mehr als 3 Monaten wieder in Deutschland, um mit meiner Familie Weihnachten zu feiern. In den Monaten Januar und Februar sind sehr viele Erasmusleute (u.a. Sonja, Michael, Caro und Laura) wieder zurückgegangen, andere (wie z.B. Daniel) kamen. In der zweiten Hälfte hatte ich mit den Erasmusleuten nur noch sehr wenig zu tun, außer mit Daniel (Fußballspiel PSG-Bordeaux mit Amandine und Annabelle, Musée Rodin, Asterixpark, Disneyland, sowie tägliche Internetsession), Christian (Generalstreik, sein Geburtstag, Solidarité SIDA und Ausstellung im Grand Palais), Miklós (Abschied Miklós) und Thomas. Das lag vorallem auch daran, dass ich einfach nicht mehr so darauf aus war nur Party zu machen. Hinzu kommt, dass ich im zweiten Teil weit mehr Besucher hatte (Costa und Sarah, Kerstin und Kai, Hofi und Marco, meine Eltern zum zweiten Mal, Katha, Christian und Paul, sowie Chris und Marina) als in der ersten Hälfte (meine Eltern zum ersten Mal, sowie Krausi, mct und Marco). Außerdem musste ich für das Praktikum beim IFP, das mir Mr Eymard verschafft hatte, fit sein, denn neben 7-8 h Arbeiten täglich, musste jeden Tag ganz Paris mit der RER durchfahren werden, was 1,5 h dauert. Zum Glück hat sich das aber gelohnt, denn das Praktikum war für mich eine tolle Erfahrung. Der letzte Praktikumstag war der 28.06.2006, einen Tag später ging es mit dem Auto und erneut voller Vorfreude nach Deutschland, wo mich meine Eltern schon sehnsüchtig erwarteten. [...]