Freitag, 21.10.2005

Nachdem die Übung in Analyse numerique am Vormittag beim netten Mr Eymard ziemlich schnell rumgegangen war und ich den Nachmittag damit verbracht hatte im Internet zu surfen und mit Chris über Skype zu telefonieren, machten wir (die Lognes-Connection und Dirk, Sonjas Bruder, der gerade zu Besuch war, sowie Nathalie, Dirks Ex-Freundin, die gerade auch in Paris bei ihren Eltern war) abends mit den Torcy-Leuten auf den Weg nach Montmartre, um dort in Nathalies Geburtstag reinzufeiern.
Wir gingen zunächst in die Bar de la Lune, anschließend (gegen 23 Uhr) zu Sacré Coeur, um auf Nathalies Geburtstag anzustoßen. Einige sind schon um 0.30 Uhr mit der letzten RER heimgefahren, ich bin aber (leider) noch dageblieben.
Gegen 1 Uhr kehrten wir in die Bar de la Lune zurück, um noch ein oder vielleicht auch zwei Bierchen zu trinken.
Naja, und jetzt kommt das eigentlich Interessante von diesem Abend. Dia und ich liefen gegen 2 Uhr nochmal richtung Sacré Coeur. Beim Versuch einen Zaun zu überqueren, bin ich mit dem linken Bein abgerutscht und rammte mir eine dieser spitzen Eisenzaunstangen ins Bein, wodurch ich mir eine ziemlich tiefe Wunde im Schienbein zuzog.
Nachdem wir Vincent angerufen hatten, holte dieser sofort den Notarzt, der mich mich direkt ins nächste Krankenhaus fuhr.

Dia fotographiert mich Dia

Den Rest der Nacht verbrachte ich mit Dia im Krankenhaus, denn es gab weitaus wichtigere Notfälle als mich und deshalb dauerte es ziemlich lange, bis ich verarztet wurde.

Blutige Socke Verband
Verarztetes Schienbein

Ich wurde mit einigen Stichen genäht und hatte danach 30 Fäden im Bein.
Gegen 6 Uhr sagte mir eine Krankenschwester, dass ich jetzt heimgehen könne. Entweder sollte ich mit der ersten RER fahren oder ein Taxi rufen. Schlussendlich habe ich aber Honza, einen tschechischen Erasmusstudenten mit Auto, angerufen, der uns um 6.30 Uhr aus dem Krankenhaus abgeholte und nach Hause brachte.

Samstag, 22.10.- Freitag, 28.10.2005

Die gesamte Woche über habe ich fast nichts gemacht außer mein Bein geschont. Montag und Donnerstag bin ich nicht in die Uni gegangen, am Freitag hatte ich meine erste Prüfung in Frankreich: „Examen Partiel“ in Processus stochastiques. Sie lief leider nicht sonderlich toll und ich bin bei weitem nicht fertig geworden – aber wenn das „Examen final“ besser läuft, zählt diese Zwischenprüfung eh nichts.
Am Freitag Abend bin ich zusammen mit Sonja und Tom, Piotr, Caro, Dia, Juan-Mi, Gloria, Laura, Dani, Javi, Jana und Inigo in Saint Michel Sushi essen gegangen. Piotr hat dort ein Restaurant gekannt und uns dieses gezeigt. Das Essen war sehr gut und auch gar nicht mal so teuer.
Um 0 Uhr bin ich mit Sonja und Tom heimgefahren, die anderen blieben noch länger.