Samstag, 24.9.2005 und Sonntag, 25.9.2005

Am Samstag hab ich bis 11 Uhr geschlafen, am Sonntag bis 13 Uhr. Von Samstag auf Sonntag hat Fanni bei mir übernachtet, sie ist um 15 Uhr gegangen. Nachdem ich den Samstag nachmittag vertrödelt hab und so gut wie gar nix gemacht hab, hab ich mich am abend mit Fanni und Ann-Frederic, Fannis beste Freundin, in Chatelet les Halles, ein Stadtteil von Paris, am großen, weißen Brunnen getroffen. Nachdem ich mit der Metro dorthin gefahren war, musste ich eine Stunde auf die beiden Mädls warten, da der Zug aus Chelles (dort sind die zwei hergekommen) Verspätung hatte. Etwas später haben wir uns mit unserer “Erasmusgruppe” wieder in Chatelet les Halles getroffen. Eigentlich wollten wir in eine Disko am Gare de Chapelle gehen, denn eine Bekannte von Ann-Frederic arbeitet dort, und sie hatte uns versprochen, dass wir umsonst dort reinkommen würden. Vom Gare de Chapelle mussten wir erst ein ganz schönes Stück im Regen laufen, um an der Disko zu erfahren, dass wir doch ganz normal 10 € Eintritt zahlen müssten und dass eine Flasche Wodka 100 € () kosten würde. Zusätzlich hörte man im Hintergrund nur Tecnomusik und dann ist den meisten die Lust auf diese Disko vergangen. Ein paar wenige blieben, der Rest machte sich auf den Weg nach Montmartre, denn dort sollte es coole und relativ billige Kneipen geben. Wir sind dann stundenlang gelaufen, was für die Mädls, die sehr elegante Schuhe für die Disko angezogen hatten, besonders angenehm war. Im Endeffekt sind wir gar nicht mehr in irgendeine Kneipe oder Disko gegangen, sondern vor Sacre Coeur auf der Treppe gelandet. Dort haben wir Baguettes und Käse gegessen, Wein getrunken und wieder mal die Aussicht über Paris genossen. Um 6 Uhr sind wir heimgefahren. Ich bin mit Fanni nach Chelles mitgefahren, denn ihr Auto war dort geparkt. Von Chelles sind wir mit ihrem Auto zu mir gefahren und um 7.30 Uhr im Zimmer gewesen.

Sonntag nachmittag hab ich mein Zimmer von oben bis unten geputzt und aufgeräumt, meine Sachen für den nächsten Tag vorbereitet und gefaulenzt. Abends haben Diego und ich uns einen Salat gemacht und den gegessen. Nachdem ich mit den anderen Heimmitbewohnern und Hanna, Markus Besuch aus Bamberg, zusammengesessen war, hab ich auf meinem Notebook ein paar E-Mails vorgeschrieben, damit ich mich am nächsten Tag im “Salle multimedia” nicht so lang mit der französischen Tastatur rumschlagen musste. Anschließend bin ich relativ bald ins Bett gegangen.

Ach ja, da morgen mein erster Vorlesungstag ist, schreib ich mal auf, was ich mir so anhören will:

Processus stochastique, Statistiques emperiques, Analyse komplexe und Analyse numerique.

Die Kurse bestehen aus jeweils einer Vorlesung und einer Übung pro Woche, hinzu kommt mindestens einmal wöchtenlich ein Sprachkurs. Somit komm ich auf 16 Wochenstunden + Sprachkurs. Das sollte wohl reichen, aber immer noch genug Zeit sein, um die Zeit in Frankreich zu geießen…