Sonntag, 18.9.2005
Das war einer der ausgefülltesten Tage meines bisherigen Parisaufenthaltes. Gegen 10 Uhr fuhren wir mit der RER in Richtung Innenstadt, denn an diesem Tag war „Tag der offenen Tür“. Das hieß, dass viele Gebäude und Museen, die sonst Eintritt kosten, umsonst besichtigt werden konnten. Wir wollten das ausnutzen und gingen als erstes zum „Ministère de l’interieur“. Scheinbar waren wir nicht die einzigen, die vom Tage der offenen Tür profitieren wollen. Vor dem Innenministerium stand eine Schlange von etwa 300 Metern Länge an – d.h. etwa 2 Stunden Wartezeit. Leider war uns das doch etwas zu viel und wir beschlossen uns anderweitig umzusehen.
Deshalb liefen wir über die Champs Elysées zum „Place de la Concorde“, auf dem neben den schönen Brunnen der berühmte Obelisk und das „Assemblée Nationale“ zu bestaunen sind. Das dauerte insgesamt schon ein paar Stunden, denn da waren die Spanier, die zwar wirklich sehr nett, aber leider oft etwas sehr langsam sind, dabei. Am früheren Nachmittag besichtigten wir das Kunstmuseum „Musée d’Orsay“. Im Anschluss daran trennten sich Sonja, Michael, Thomas und ich vom Rest der Gruppe (Jana war in der Zwischenzeit bis Sonntag drauf zu ihrem Freund nach Grenoble unterwegs) und wir gingen zum „Hôtel des Invalides“, einem früheren Lazarett. Heute findet man neben dem Armeemuseum und militärischen Verwaltungsstellen das Grabmal Napoleons.
Unser Ziel war es, den Sonnenuntergang auf dem Arc de Triomphe zu erleben. Auf dem Weg vom Invalidendom zum Triumphbogen kamen wir am Eiffelturm vorbei, der natürlich eins der Highlights des Tages darstellte. Wir sind zwar nicht nach oben gefahren oder gelaufen (ich denke, Sonja war uns dafür ziemlich dankbar), aber sogar von unten ist das imposante Bauwerk sehr eindrucksvoll.
Nachdem wir auch dort einige Zeit verbracht hatten, ging es weiter zum Arc de Triomphe. Normalerweise kostet der Eintritt dort 8 €, aufgrund des Tags der offenen Tür durften wir aber umsonst hoch. Sonja fiel der Aufstieg nicht besonders leicht, denn sie hat tierisch Höhenangst. Oben angekommen, schauten wir uns Paris in allen Richtungen haargenau an. Das war wirklich ein eindruckvolles Erlebnis, das man nicht missen sollte, wenn man mal in Paris ist. Bis die Sonne aber untergegangen war und der Mond zum Vorschein kam, dauerte es noch. In der Zwischenzeit hatten wir das Museum, das sich in dem Bauwerk angesehen, das Grab des Unbekannten Soldaten betrachtet und die „Stadt der Lichter“ von oben genossen.
Gegen 21 Uhr stiegen wir den Turm wieder hinab, was für Sonja eine kleine Tortur war. Unten angekommen, war ihr fast schwarz vor Augen und ihr Gesicht kreidebleich. Nach einer kurzen Verschnaufpause ging es aber letztendlich mit der Metro und RER nach Hause.