Mama und Papa

Samstag, 29.10.2005

Da meine Eltern am Nachmittag kommen wollten, bin ich nicht sonderlich spät aufgestanden, um mein Zimmer aufzuräumen und zu putzen. Nachdem ich das erledigt hatte, ging ich noch kurz zum Chinesen, um ein paar Kleinigkeiten (u.a. einen guten Wein) einzukaufen.
Gegen 16.30 Uhr kamen meine Eltern an und brachten einige Dinge mit, wie z.B. Stuhl, Kleidung für den Winter, Schwarzbrot, Bauernseufzer und Frühstückswurst, u.a.
Meine Eltern begutachteten mein Zimmer und kamen zu dem Resultat, dass es größer als mein Zimmer in Bayreuth sei, und dass es sich darin ganz gut aushalten lässt.
Danach fuhren wir mit dem Auto nach Noisiel, wo wir erst ein wenig das Hotel „Les deux parcs“ mussten. Nachdem wir es gefunden hatten, stellten sie dort die Koffer ab und wir gingen gleich in einer schönen Pizzeria in Noisiel essen.

Pizzeria

Eigentlich wollten wir im Anschluss daran noch eine Kneipe in Noisiel suchen, aber obwohl es sich um einen Samstag handelte und es erst kurz nach 22 Uhr war, hatten alle Bars bereits die Schotten dicht gemacht. Deshalb nahm ich die nächste Metro und fuhr zu mir.

Sonntag, 30.10.2005

Da in dieser Nacht Zeitumstellung war, war ich um 8 Uhr ausgeschlafen genug und fuhr mit der RER nach Noisiel, denn um 8.30 Uhr frühstückten meine Eltern und ich in ihrem Hotel gemeinsam.

Meine Eltern vor einem Denkmal in Noisiel

Dann machten wir uns auf den Weg zum Friedhof „Cimetière Père-Lachaise„, auf dem u.a. Berühmtheiten wie Jim Morrison, Molière, La Fontaine, Maria Callas, Géricault, Chopin und Gay Lussac begraben sind. Die Größe des Friedhofs und der Grabmäler war wirklich beeindruckend.

Metrostation Père Lachaise Père Lachaise
Friedhof Grab von Géricault
Grab von Jim Morrison (The Doors) Riesiges Grab
Grab von Chopin Nochmal ein außergewöhnliches Grab
Gräber von La Fontaine und Molière Friedhof mit mehr als 90 Sektoren
Kriegerdenkmal

Nach etwa 2 Stunden am Friedhof ging es weiter zum „Parc de la Villette“ und zum „Cité des Sciences et l’Industrie„. Es gibt dort ein riesiges Wissenschafts- und Industriemuseum, sowie die „Géode„, eine riesige Spiegelkugel, die etwa 6000 Tonnen wiegt und in der sich ein Imaxx-Kino befindet.

La Géode La Géode bei super Wetter
Mama und ich vor der Géode

Da das Wetter so toll war und wir noch ein paar andere Sachen für den Tag geplant hatten, gingen wir nicht ins Museum, sondern liefen etwas in dem Park herum und genossen den schönen Tag. Mein Vater und ich besichtigten noch ein U-Boot, während meine Mutter außen auf uns wartete.

Park vor dem Museum U-Boot
La Seine

Gegen 16.30 Uhr nahmen wir die Metro, um zum Eiffelturm zu kommen. Leider mussten wir vorm Eiffelturm über eine Stunde warten, ehe wir mit dem Aufzug nach oben fahren konnten und deshalb durften wir den Sonnenuntergang nicht von oben sehen.

Eiffelturm Eiffelturm

Aber Paris bei Nacht von oben war auch so spitze. Wir genossen den Ausblick, schossen ein paar Fotos und lasen uns die Schilder, die Informationen zu den einzelnen Bauwerken, die man sehen kann, durch.

Trocadero vom Eiffelturm La Seine vom Eiffelturm
Mama am Eiffelturm Meine Eltern am Eiffelturm
Alle drei am Eiffelturm Eiffelturm von unten

Als wir wieder vom Eiffelturm heruntergegangen waren, fuhren wir mit der Metro zum Boulevard Saint-Michel, denn dort befindet sich das Quartier Latin, in dem es sehr schöne Restaurants gibt. Nachdem wir uns ein passendes Restaurant ausgesucht hatten, aßen wir – meine Mutter Fleischfondu, mein Vater und ich jeweils Käsefondu. Der Essenspreis war in Ordnung, aber Bier tranken wir dort lieber nicht, denn die Preise für Getränke waren etwas überteuert, Wein ging aber glücklicherweise. Ein halber Liter Bier hätte 8,50 € gekostet!

Bier für 8,50 € Bestellung
Mama beim Fondue-Essen Papa beim Fondue-Essen

Gegen 0 Uhr waren wir schließlich daheim und ich fiel todmüde ins Bett.

Montag, 31.10.2005

Nachdem wir gegen 9 Uhr wieder gemeinsam gefrühstückt hatten, besichtigten wir das Schloss „Château-de-Champs-sur-marne„, das sehr stark an das Schloss in Versailles erinnert.

Château de Champs-sur-Marne Château de Champs-sur-Marne
Schlosspark Papa und ich im Schlosspark
Schlosspark Baum im Schlosspark

Anschließend fuhren wir zur „Université de Marne-La-Vallée„. Ich zeigte meinen Eltern alle Gebäude von außen und die Gebäude, in denen ich Kurse besuche, sowie die Mensa, von innen. Dabei wurde mir bewusst, dass die Uni wirklich sehr schön ist, denn bei einem Bericht am Anfang hatte ich geschrieben, dass mir einige Gebäude als alt und baufällig erschienen. Da hatte ich mich getäuscht.

Bois de l'Etang Lavoisier
Copernic Copernic von innen
Ein Teil der Mensa Esiée
Spitzer Kreisverkehr

Da meine Eltern Käse und ein paar Sachen mit nach Deutschland nehmen wollten, fuhren wir zum Carrefour nach Torcy. Als Erstes kauften wir mir eine neue Jeans in einem Laden, der sich auch in diesem Einkaufszentrum befindet. Dann kauften wir im Carrefour ein und bestaunten dabei die riesige Wein-, Fisch- und Käseabteilung. Man bekommt dort wirklich fast alles, was man will, leider oftmals nicht billig.
Das Einkaufen im Carrefour dauert allerdings auch immer recht lang, bis man alles gefunden hat, was man möchte. Deshalb war es, als wir den Käse und ein paar Nahrungsmittel in meinem Kühlschrank untergebracht hatten, schon fast 16 Uhr.
Wir fuhren mit der Metro nach Montmartre, um Sacré Coeur zu besichtigen, Paris von oben zu überblicken und Käse mit Baguettes zu essen und dabei eine Flasche Wein zu trinken. Wir gingen am Place de Tertre vorbei und dann zeigt ich meinen Eltern den Zaun, den ich am Freitag vor einer Woche überqueren wollte.

Sacré Coeur Aussicht von Sacré Coeur
Mama und Papa vor Sacré Coeur Place de Tertre
Sacré Coeur Café Katha
Spitzer, mir nicht ganz unbekannter Zaun im Hintergrund

Um 20 Uhr fuhren wir mit der Metro und RER nach Lognes, wo wir uns noch ein wenig zusammensetzten. Jetzt konnte ich ihnen meine „Mitbewohner“ Diego und Markus vorstellen, die gerade Besuch von zwei französischen Kommilitoninnen hatten. Diego hatte deshalb spanisches Omlett gemacht.
Als wir in Diegos Zimmer waren, kamen die anderen (Michael, Thomas, Cloé, Sonja und Tom) aus der Normandie zurück, in die sie für 3 Tage gefahren waren.
Meine Eltern fuhren um 23.30 Uhr zum Hotel, ich ging ins Bett, obwohl auf unserem Gang eine Party von einer spanischen Erasmusstudentin stattgefunden hätte.

Dienstag, 01.11.2005

Um 7.15 Uhr bin ich extra aufgestanden, weil mein Vater und ich mit dem Auto in den Norden von Paris zum Krankenhaus „Hopital Bichat-Claude-Bernard“ gefahren sind. Bei meinem Unfall am Freitag vor einer Woche wurde mir gesagt, dass ich heute kommen sollte, damit man mir die Fäden herausnehmen konnte. Und da meine Eltern am heutigen Tag mittags heimfahren wollten, waren wir gezwungen zwischen 8 und 9 Uhr am Krankenhaus zu sein, denn nur in diesem Zeitraum werden an Sonn- und Feiertagen solche ärztlichen Behandlungen, bei denen es sich nicht um Notfälle handelt, durchgeführt.
Um 8.15 Uhr waren wir am Krankenhaus angelangt, wo uns mitgeteilt wurde, dass das heute nicht gemacht wird, wir sollten morgen wieder kommen.
Verärgert und unverrichteter Dinge setzten mein Vater und ich uns wieder ins Auto und fuhren ins Hotel zu meiner Mutter, mit der wir anschließend zusammen frühstückten.
Nachdem meine Eltern ihre Sachen zusammengepackt hatten, fuhren wir zu mir, denn meine Eltern hatten in meinem Kühlschrank noch Käse, den sie am Vortag im Carrefour gekauft hatten. Sie nahmen den Käse heraus, wir unterhielten uns noch ein wenig und dann verabschiedeten wir uns, gegen 11.30 Uhr brachen meine Eltern wieder richtung Pegnitz auf.

Verabschiedung Abfahrt meiner Eltern

Den Rest des Tages hab ich geschlafen, einige E-Mails geschrieben, mit Martin T. über Skype telefoniert und mit Paul und Christian über ICQ gechattet.