Samstag, 03.12.2005

Vormittags war ich joggen, habe meine Klamotten gewaschen und mit meinen Eltern telefoniert.
Um 14 Uhr fuhren wir (Sonja, Michael, Thomas, Diego, Markus und ich) zur Metrostation „Cité“, weil unsere Französischprofessorin Denise gesagt hatte, dass sie mit uns durch Paris laufen möchte, um uns ein paar ausgewählte Orte zu zeigen. Am Treffpunkt fanden wir schon einige andere ausländische Studenten vor.

Gedenkschrift Grabmal
Monument Auf der Île de la Cité führte uns Denise u.a. zu einem Monument, das den Opfern des zweiten Weltkriegs gedenkt.
Nachdem sie einige geschichtliche Dinge erklärt hatte und uns den „point zéro“ vor Notre Dame gezeigt hatte (von diesem Punkt werden alle Entfernungen von Paris zu anderen Orten gemessen), gingen wir in ein typisch französisches Café. point zéro
Café auf der Ile de la Cité Im Café

Im Anschluss daran ging’s rüber auf die zweite Insel innerhalb von Paris, nämlich auf „Île Saint-Louis“. Nach der Besichtigung einer Kirche und dem Bummeln durch eine große Straße war der Rundgang beendet und wir fuhren mit der Metro nach Hause.

Marc le Caillout Kirche auf Saint-Louis

Am Abend nahm mich Vincent mit zu einer Party seines Kumpels Sylvain. Auf dieser Feier gab es eine 15-minütige Einlage eines Fakirs zu bestaunen. Die Party war gut und da nur Franzosen da waren, musste/durfte ich den ganzen Abend nur französisch sprechen. Gegen 3.30 Uhr war ich wieder in Lognes.

Fakir Fakir mit Kette Fakir mit Verstärker
Joel, ich, Roman und Tibo Vincent und Joel
Sylvain

Sonntag, 04.12.2005

Da es sich heute wieder um den ersten Sonntag im Monat handelte, waren einige Museen und Attraktionen, die sonst Eintritt kosten, umsonst. Deshalb machte ich mich schon um 9 Uhr auf nach Paris, um einen kleinen Besichtigungsmarathon hinzulegen.
Angefangen habe ich auf der Ile de la Cité mit der Sainte-Chapelle, dem Palais de la Justice und der Concergerie. Die Concergerie war früher ein Kerker, in dem die Verurteilten auf die Hinrichtung auf der Guillotine warteten. Unter anderem verbrachte Marie-Antoinette ihre letzten Tage an diesem Ort.

Sainte-Chapelle Palais de Justice
Concergerie

Anschließend musste ich mich fast eine Stunde anstellen, um auf die Türme von Notre Dame steigen zu dürfen. Die Wartezeit hatte sich jedoch gelohnt, denn dort oben hat man einen genialen Ausblick, findet die riesige Kirchturmglocke vor und sieht die berühmten Wasserspeier, Dämonen und sonderbaren Vögel.

Notre Dame Aussicht von Notre Dame
Notre Dame Kirchturmglocke von Notre Dame

Nach einer Stärkung zu Mittag habe ich die Ile de la Cité verlassen, beobachtete eine Aufführung einiger Trampolinspringer bei Chatelet und besichtigte die Kirche Saint-Eustache. An der „Bourse de Commerce“ und der Fontaine des Innocents vorbei, ging’s zum Centre Pompidou, wo ich einige Künstler in Aktion erleben durfte.

Saint-Eustache Fontaine des Innocents
Bourse de Commerce Künstler am Centre Pompidou

Mit der Metro fuhr ich dann zur Oper, die ich jedoch nicht von innen besichtigen konnte, da es gerade eine Opernaufführung gab. Das Gleiche galt für die komische Oper „Opéra comique“ einige Meter weiter. Deshalb ging ich ins Kaufhaus „Galeries Lafayette“ und dort vorwiegend auf den Balkon im 8. Stock, denn dort kann man Paris sehr gut überblicken.

Opéra Galeries Lafayette

Nach der Besichtigung der beiden Kirchen „Sainte Trinité“ und „La Madeleine“ traf ich mich mit Sonja, Kathrin, Laura, Thomas und Michael am Brunnen von Saint Michel. Laura hatte heute ihren 22. Geburtstag und aus diesem Anlass gingen wir im Quartier Latin Essen. Michael bestellte sich als Vorspeise Schnecken und ließ uns alle mal davon kosten. Anschließend begaben wir uns zu einer Kneipe in der Bastille, um Cocktails zu trinken.

La Madeleine Thomas und Kathrin mit der Katze aus dem Restaurant
Michael und seine Schnecken Schnecken
Kathrin, Laura, Sonja und Tine Geburtstagkind mit Schleife