Juni 2006


Allgemein und Nouvelles de ParisFreitag, 30. Juni 2006

Montag, 26.06.06 – Mittwoch, 28.06.06

Die letzten Tage beim IFP waren ganz schön stressig. Am Wochenende waren ja noch Marina und Chris zu Besuch, deshalb war ich nicht dazu gekommen meinen Praktikumsabschlussbericht und die -präsentation fertigzustellen.

Am Montag musste ich deshalb noch die letzten Tests auswerten, die Ergebnisse mit Excel darstellen und in meinen getexten Bericht einbauen. Das dauerte etwa bis 16 Uhr, anschließend musste eine Power-Point-Präsentation erstellt werden. Ich muss zugeben, es war die erste größere Power-Point-Präsentation, die ich bislang gemacht hatte und es dauerte etwas länger als erhofft.
Um 19.30 Uhr habe ich das IFP verlassen (zu erwähnen ist, dass ich um 7.30 Uhr dort angekommen war und komplett auf alle Pausen verzichtet hatte), die Präsentation war zu diesem Zeitpunkt aber noch lange nicht fertig. In Lognes angekommen setzte ich mich gleich wieder an meinen Laptop und stellte die Präsentation bis um 1.30 Uhr nachts (!) fertig. Daniel hatte mich zwischendrin immer wieder aufgemuntert und in meinem Zimmer ohne Ton das WM-Achtelfinalspiel Schweiz-Ukraine geschaut.
Um 1.30 Uhr dachte ich mir, dass ich die Präsentation wenigstens einmal vorher durchgesprochen haben sollte, da ich den Vortrag ja auf französisch halten musste. Das tat ich dann auch, allerdings ging es wirklich sehr, sehr stockend. Nach jedem zweiten Satz wusste ich nicht mehr, wie ich weitererzählen sollte und musste Wörter im Wörterbuch nachschlagen.
Um 2.30 Uhr war ich dann schließlich einmal mit dem Vortrag durch und legte mich totmüde ins Bett.
Der Wecker klingelte am nächsten Morgen um 5.30 Uhr! Ich sprach den Vortrag nochmal für mich durch und beim zweiten Mal ging es schon sehr viel flüssiger. Anschließend nahm ich die RER nach Rueil-Malmaison, wo ich um 8 Uhr ankam und Elodie noch ein paar Details an der Power-Point-Präsentation verbesserte.
Gegen 9.30 Uhr hielt ich schließlich den Vortrag vor dem Professor Robert Eymard, dem Abteilungsleiter Roland Masson, Elodie und zwei weiteren Zuhörern aus dem IFP. Er dauerte etwas mehr als eine halbe Stunde. Insgesamt verlief er sehr gut, nur bei den Testergebnissen diskutierten wir etwas, weil ein paar Ergebnisse angeblich nicht ganz richtig sein können.

Nachdem nun alle Arbeit verrichtet war, hatte ich den ganzen Tag über nichts mehr zu tun. Ich konnte also am Dienstag Nachmittag und Mittwoch mit Internetsurfen die Zeit totschlagen.

Am Mittwoch, meinem letzten Arbeitstag beim IFP, kaufte ich für die gesamte Abteilung Croissants, Pains au Chocolat und Kuchen. Mr Masson verabschiedete mich und ich bedankte mich bei allen. Außerdem schoss Laura, eine Brasilianerin, die beim IFP Doktorarbeit schreibt, ein paar Bilder:

Praktikanten und Diplomanten meiner Abteilung beim IFP Mein letzter Tag beim IFP

Insgesamt muss ich sagen, war das Praktikum beim IFP wirklich super. Die Leute waren sehr nett, das Thema hat mich sehr interessiert und ein bisschen Geld habe ich auch verdient. Auch wenn der Anfang vorallem aufgrund der Sprache nicht ganz einfach war, war es für mich eine sehr gute Erfahrung dort zu arbeiten.

Allgemein und Besucher und Nouvelles de ParisFreitag, 30. Juni 2006

Chris und Marina erzählen von ihrem Paris-Besuch bei mir:

Donnerstag, 22.06.06

Der Abflug nach Paris erfolgte früh morgens um 7.05 Uhr am Nürnberger Flughafen mit einem Flieger von „Air Berlin“. Nach ca. 60 Minuten Flugzeit landeten wir gut auf dem Flughafen „Charles de Gaulle“ in Paris.
Dort empfing uns gleich Daniel, der Bekannte von Florian, und brachte uns dank des Pariser U-Bahnnetzes auf dem kürzesten Weg nach Lognes. Wir stellten die Koffer in Florians Zimmer, das uns gut gefiel und sehr sauber und aufgeräumt war 😉 (Lob an dieser Stelle!), ab. Nach kurzer Erholung schließlich wollten wir Paris nun auf eigene Faust erkunden.
Mit eigens von Flo detailliert ausgearbeiteten Sightseeing-Vorschlägen und dem überlebenswichtigen RER-Fahrplan stiegen wir in Châtelet-les-Halles aus und besichtigten das Forum les Halles, die Bourse du Commerce, die Kirche Saint Eustache und liefen entlang der Seine Richtung Ile-de-la-Cité.

Chris erkundet Paris Saint Eustache
Marina vor einem Denkmal Chris verschafft sich gleich mal einen Überblick von Paris

Wir überquerten die romantisch gelegene Seine über die Pont Neuf und die Pont des Artes, auf der man Kunstwerke/Malereien bewundern konnte. Schließlich staunten wir noch vor Notre Dame über die Größe und Bauweise der Kirche im Herzen von Paris.

Marina auf der Pont des Artes Marina und Chris vor dem Institut de France
Chris und Marina vor Notre Dame
Nach kurzer Überlegung entschieden wir uns das berühmteste Wahrzeichen Paris` zu erklimmen, den Eiffelturm. Zu Fuß stiegen wir sportlich motiviert bis zur 2. Plattform (668 Stufen) hinauf und genossen den herrlichen Ausblick über Paris. Der Eiffelturm
Marina beim Erklimmen des Eiffelturms Marina und Chris auf dem Eiffelturm
Ausblick auf das Champs du Mars Trocadero und Seine vom Eiffelturm aus

Anschließend aßen und tranken wir in einer Brasserie nahe des Eiffelturms, wo wir zum ersten Mal mit den Pariser Preisen konfrontiert wurden. Für eine Cola (0,4 l) verlangte man uns 7,50 € ab, was aber nach dem harten Aufstieg von Nöten war 😉 Dafür schmeckte das Essen richtig gut und wir konnten uns gut stärken.

Stärkung nach Eiffelturmbesteigung Marina mit einer Cola

Danach fuhren wir zum Triumphbogen am Platz Charles de Gaulle und liefen die Prachtstraße Champs-Elysées auf und ab. Ich träumte dabei schon vom glorreichen Einzug Jan Ullrichs in knapp einem Monat, doch wie diese Geschichte ausging, weiß ja mittlerweile bekanntlich jeder… 🙁

Marina und Chris auf der Champs Elysées

Um 18 Uhr waren wir mit Florian, der am selben Tag noch hart für ein gelungenes Praktikumsende bei IFP arbeitete, im modernen Geschäftsviertel La Défense verabredet. Dort zeigte uns Flo die Wolkenkratzer und führte uns ebenso über den beeindruckenden Platz unterhalb des Grande Arche.

Chris und ich in La Défense Wolkenkratzer von La Défense
Marina und ich in La Défense

Den Abend ließen wir, nun schon ziemlich geschafft, im Quartier Latin ausklingen, wo wir in einer Kneipe zum ersten Mal Bekanntschaft mit dem Nationalgetränk Cidre und den französischen Crêpeskreationen machten.

Chris und ich vor der Fontaine von Saint Michel Chris und Marina probieren Cidre
Crêpes mit Ananas, Sahne und Schokolade

Freitag, 23.06.06

Am Freitag fuhren wir gut ausgeschlafen mit Metro und RER nach Versailles, um uns das Prachtschloss Ludwigs XIV. und die weltbekannten, sorgvoll angelegten Gärten anzuschauen. Mit einer kleinen Bummelbahn erkundeten wir das weitläufige Gelände und sahen uns die Museen Petit Trianon, Grand Trianon und den Grand Canal an, an dessen Ufer wir kurze Zeit ausspannten. Der Grand Canal bedeckt unglaubliche 23 Hektar und hat einen Umfang von 6 Km.

Marina und Chris in Versailles Chris und Marina in Versailles

Da es an diesem Tage sehr warm war und die Sonne schien, wollten wir uns die Erkundung der Außenanlagen nicht zu Fuß antun. Die Innenanlagen wie z.B den Spiegelsaal kannten wir beide schon aus vorherigen Paris-Aufenthalten. Zudem waren an diesem Tage sehr viele Touristen unterwegs und wir hätten ewig anstehen müssen, um Eintritt in das Schloss zu bekommen.

Marina in Versailles Marina macht eine kurze Pause
Chris hält ein kleines Nickerchen Garten und Brunnenanlagen von Versailles

Nachdem wir ausführlich Gärten, Brunnen und den Kanal bestaunt hatten, stärkten wir uns im Ort Versailles bei einem McDonalds, der richtig groß angelegt war. Wir fuhren zurück nach Paris und verbrachten den übrigen Nachmittag im Jardin du Luxembourg, dem wohl bekanntesten Park von Paris, und bewunderten den schönen Palais du Luxembourg. Es war interessant die verschiedensten Personen zu sehen, wie sie entweder Boule spielten, Pläuschchen hielten oder einfach ein Nickerchen machten, getreu dem Motto „Sehen und gesehen werden“.

Marina im Jardin de Luxembourg Chris im Jardin de Luxembourg

Danach stand der Besuch des berühmten Museums Louvre an. Flo musste leider noch länger arbeiteten, so machten wir uns allein auf den Weg die berühmten Skulpturen und Gemälde zu besichtigen und im Sinne der Kunst zu betrachten. Höhepunkte waren die Gemächer Napoleons III, die Mona Lisa von Leonardo da Vinci und die römischen Kaiserbürden, anhand derer ich mich an den Lateinunterricht zurückerinnert fühlte.

Marina mit der Métro auf dem Weg zum Louvre Das Versteck des heiligen Grals im Louvre
Chris vor der Louvre-Pyramide Marina vor der Louvre-Pyramide
Marina zwischen den Skulpturen Chris zwischen den Statuen

Dann kam schließlich Florian und holte uns am Louvre bei der Pyramide ab. Wir liefen zum Place de Charles de Gaulle und fuhren den Arc de Triomphe per Aufzug hinauf. Von dort aus hatte man nochmals eine herrliche Aussicht auf die Metropole.

Marina und ich vorm Jardin des Tuleries Jardin des Tuleries
Marina und Chris im Jardin des Tuleries Marina und ich beim Stärken
Marina und Chris am Place de la Concorde Chris und ich auf der Champs-Elysées

Am Grab des unbekannten Soldaten hielten wir kurz inne, bevor wir von einem Flo gut bekannten , schön gelegenen Platz (Trocadero) nochmals Ausschau auf den hell erleuchteten Eiffelturm bekamen.

Chris vor einem teueren Hotel am Place de la Concorde Marina und Chris vorm Arc de Triomphe Eiffelturm bei Nacht

Mit der U-Bahn fuhren wir, auch schon mit freudigem Ausblick auf den nächsten Tag (Achtelfinalspiel der Deutschen Mannschaft gegen Schweden) nach Lognes zurück, wo Flo und ich (eigentlich schon bettreif) uns noch mit Tabellen und Formeln in Excel beschäftigten, die Florian für seinen Praktikumsbericht über iterative Verfahren brauchte.

Samstag, 24.06.06

Marina und ich beim Frühstücken vor dem 3. Tag Marina und ich beim Warten auf die RER

Am 3. Tag in Paris fuhren wir zunächst nach Châtelet les Halles, wo wir kurz durch das Einkaufszentrum schlenderten. Die Sightseeing Tour führte uns sodann zum Centre Pompidou, wo es auf dem Vorplatz asiatische Musiker und einen Komiker zu bestaunen gab, zum Strawinsky Brunnen und geradewegs zum Hôtel de Ville, dem Rathaus von Paris.

Die zwei nicht mehr ganz Unschuldigen an der Fontaine des Innocents Chris und Marina am Strawinsky-Brunnen
Asiatische Musiker am Centre Pompidou Place de l'Hôtel de Ville

Anschließend ging es weiter zur Ile-de-la-Cité, wo ich mir in einem kleinen Souvenirladen voller Vorfreude das offizielle Tour de France 06 T-Shirt kaufte (im Nachhinein betrachtet ein Fehler…).
Bevor wir uns die Kathedrale Notre Dame an (diesmal auch von innen) ansahen, machten wir einen Abstecher in einen Pariser Puma Shop, in dem sich Flo noch schnell ein Deutschland T-Shirt für das anstehende und sehnsüchtig erwartete Spiel am Abend Deutschland – Schweden kaufte.

Ich mit meinem neuen Deutschland-Shirt Ich, Marina und Chris auf der Seine
Notre Dame Ich, Chris und Marina vor Notre Dame 2:0 - mit dieser Prognose sollte Chris für das Spiel Deutschland-Schweden Recht behalten
Marina und ich am Seineufer Chris und ich in Deutschland-Outfits
Nachdem wir die Rosenlinie – spätestens bekannt seit „Sakrileg“ von Dan Brown – in der Kirche Saint Sulpice entlang gelaufen waren, kamen wir auf dem Weg zu unserem wichtigsten Ziel, der australischen Sportsbar, zufällig an einer Schwulen- und Lesbenparade vorbei. Ende der Rosenlinie in Saint Sulpice
Schwulen- und Lesbenparade Auf dem Weg zur Australien Sportsbar vorbei am Pantheon

In der Bar angekommen, verfolgten wir das Achtelfinalspiel mit einigen auf eine deutsche Niederlage hoffenden Franzosen auf einem großen LCD-Fernseher und waren richtig begeistert von der starken Leistung der deutschen Mannschaft. In bester Stimmung ging es nach Spielende, einen kleinen Blick auf das Pantheon erhaschend, weiter nach Montmartre.

Deutschland, Deutschland,... Chris unterstützt zusammen mit dem Besitzer der Australien Bar das deutsche Team
Chris, Daniela, ich und Daniel beim Deutschland-Spiel Das Pantheon

Der Hügel Montmartre ist die höchste Erhebung von Paris. Bei herrlichem Ausblick ließen wir uns auf den Treppen vor der Kirche Sacré Coeur Baguette und Wein schmecken. Wir gesellten uns zu einigen deutschen Fans, mit denen wir Fangesänge anstimmten, die von Flos penetranter Tröte unterstützt wurden. Man kann fast sagen, dass der bekannte Hügel für einen Abend von begeisterten deutschen Fans eingenommen war. Die Atmosphäre war sehr beeindruckend, v.a. als es zu dämmern begann.

Sacré Coeur Ausblick von Montmartre
Musiker auf den Stufen vor Sacré Coeur Einige Leute vor Sacré Coeur
Marina und Chris auf den Stufen von Sacré Coeur Ich, Marina und Chris bei Sacré Coeur

Gegen 22:30 Uhr sind wir, am Place du Tertre vorbei, weiter zum Rotlichtviertel von Pigalle und gelangten zum berühmten Wahrzeichen Moulin Rouge (=die rote Mühle).

Place du Tertre Chris und ich vor Moulin Rouge
Chris und Marina vor Moulin Rouge Chris in Montmartre bei Nacht

Gegen 0 Uhr kehrten wir schließlich gutgelaunt und mit gewissem Stolz auf unsere Kicker mit der RER zurück nach Lognes, wo wir tot ins Bett bzw. auf die Matratze am Boden fielen.

Sonntag, 25.06.06

An diesem Morgen, unserem letzten Tag in Paris, regnete es leider stark, so dass wir bis ca. 13 Uhr die Zeit in Flos Zimmer verbrachten. In der Zwischenzeit hatten wir unsere Koffer gepackt und die Pressekonferenz der deutschen Nationalmannschaft angeschaut. Ich beim Surfen am Sonntag Morgen

Am frühen Nachmittag machten wir uns samt Gepäck auf zum „Gare du Nord“.

Marina und Chris mit Gepäck am Bahnhof Marina und Chris vor der Abreise
Chris und ich warten auf die RER in Lognes RER-Station in Lognes

Am Bahnhof angekommen, sperrten wir unser Gepäck in einem Schließfach ein und fuhren weiter nach Montparnasse. Dort genossen wir vom Tour de Montparnasse noch einmal einen herrlichen Blick über Paris und liefen die schöne Rue Daguerre ab.

Chris und ich am Tour de Montparnasse Marina am Tour de Montparnasse
Ein schönes Abschlussphoto am Tour de Montparnasse Noch ein schönes Abschlussbild

Zum Abschluss unseres Paris Aufenthalts aßen wir bei einem guten Italiener eine leckere Pizza und tranken italienischen Wein. Um 21:30 Uhr verabschiedeten wir uns am Flughafen Charles de Gaulle von Flo, dem noch zwei harte, arbeitsintensive Tage blühten. Leider konnten wir aufgrund schlechten Wetters in Deutschland erst gegen 1 Uhr nach Nürnberg abfliegen.
Dort landeten wir, mit vielen schönen Eindrücken von Paris im Hinterkopf, am Nürnberger Flughafen, wo wir noch einige enttäuschte Oranje-Fans trafen, die gerade das Achtelfinalspiel gegen Portugal verloren hatten. Abgeholt wurden wir spät nachts von unserem Pafi.

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