
McHoofman berichtet vom Paris-Besuch von Marco und ihm bei mir:
Donnerstag, 20.04.2006
| Am Donnerstag, den 20.04., machten sich 2 der A-Förster auf zu einem weiteren Auslandseinsatz nach „Fronkreisch“ – manche unter uns wollten dies auch als getarnte Hochzeitsreise bezeichnen – wie auch immer. |  |
Bevor es losgehen konnte, mussten wir uns Instruktionen in einer unserer Filialen in Stuttgart holen. Die Mission begann am Donnerstag um 5:00 Uhr morgens.
Nach 2-stündiger Autofahrt klingelten wir erstmal unseren Informanten
MCT aus seinem Bett und begannen mit einem „Frühstücksseidla“. Das zweite Weizen gab es bei herrlichem Frühlingswetter im Biergarten des Schlossgartens in der Innenstadt. Und das Nächste wartete sogleich bei der Rückkehr in Martins Studentenbude.
Nach einem kurzen Crashkurs “Martin´s Französische Grundbegriffe” waren wir gerüstet und der Pegel erreicht, in dem man nach Frankreich reisen kann. Noch ein kurzes Nickerchen am Sofa, ehe es unter MCT´s Begleitung zum Flughafen ging, wo er uns unter Tränen verabschiedete.
Um 19:55 begann schließlich das Abenteuer Paris mit Ankunft am Flughafen Paris/Orly. Flo empfing uns schon kurz nach dem Ausstieg aus dem Flieger noch vor der Gepäckausgabe!! Spätestens als alle um uns herum in einer uns völlig fremden Sprache redeten, war es uns klar – “Wir sind im Ausland!”
Marco brachte für die gesamte Zeit in Paris nur noch ein spanischen „Si, Si!“ aus seinem Munde und ich beschränkte mich auf mein Aussi-Englisch – leider mit wenig Erfolg. MCTs Französischkurs bewahrheitete sich auch mehr als Crash als ein Crashkurs. Aber glücklicherweise hatten wir ja unseren Flo „Cheval“ Loos als „Führer“ und Translator engagiert.
Also, kein Problem.
Nach einer wilden Beratung am Fahrkartenautomaten konnten wir die fast 1,5-stündige Busreise nach Lognes zu Flos Studentenwohnheim antreten. Dort lernten wir Miklós, Thomas und Chloé beim Abendessen in Flos „Rammelstall“ mit Käsefondue, Wein und Bier kennen. Ich machte vor allem das erste Mal Bekanntschaft mit den französischen „Fruchtzwerg“-Bieren (0,25l) – ein Schock, da man doch aus einer Welt kommt, wo es eigtlich nix unter Halbe gibt!
Freitag, 21.04.2006
Am Freitag musste Flo noch arbeiten. Marco und ich beschlossen erstmal auszuschlafen und nach einem ausgiebigen Frühstück (diesmal ohne Bier) nach Versailles zu fahren, um das Schloss und den Park bei traumhaftem Sonnenschein anzuschauen.
Es ist einfach Wahnsinn mit welchem Prunk und welcher Verschwendungssucht die ganze Anlage angelegt und gebaut wurde. Überall riesige Gemälde, Statuen, so gut wie alles vergoldet und überdimensional groß. Am besten lassen wir Bilder sprechen:
| Um 19 Uhr trafen sich die 3 A-Förster an der umgedrehten Pyramide im Caroussel du Louvre. Flo schloss auf unser Anraten hin gleich mal mit einer Schwedin kurzen Kontakt, aber wir hatten eine Mission zu erfüllen – Mona Lisa erwartete uns im Louvre und sie war schon ganz ungeduldig. |  |
Nach 2 Stunden hatten wir im groben die wichtigsten Kunstschätze gesehen.
Mein persönlicher Eindruck:
Alle großen Künstler sind entweder pervers, sexgeil oder Brust-Fetischisten, denn auf mind. 70 % aller Bilder sind nackte Frauenbrüste zu sehen. MIR HATS GEFALLEN…
Anschließend trafen wir uns mit „Schlüppa“ Daniel, Flos „bestem“ Freund aus der Ostmark, in Paris.
Flo würde es so beschreiben:
Um 21.30 Uhr nahmen wir die Treppe hinaus aus dem Louvre, sind an der „Seine“ entlang gelaufen, vorbei am Musée d’Orsay, der Pont Neuf bis zur Ile-de-la-Cité, wo wir Daniel aufgegabelt haben.
Weiter gings nach Marais Flammkuchenessen. Marais ist übrigens ein sehr schöner Stadtteil mit verwinkelten Gässchen und lauter kleinen Restaurants, Cafés usw. .
Wir machten uns auf den Weg nach Montmartre, um die Pigalle, das Sexodrome und natürlich Moulin Rouge zu sehen. Eigentlich war es der Plan noch in die Disco „La Loco“ zu gehen, aber nach einigem Hin-und-Her entschieden wir uns unsere Kräfte und Säfte für den nächsten Tag aufzuheben. Wir wollten ja noch Land und Leute erleben…
Samstag, 22.04.2006
Am Samstag Morgen waren wir erstmal nebenan bei Tang Frère kurz einkaufen und begannen den Tag wieder mit einem ausgiebigen Frühstück.
Im Anschluss führte uns Flo nach Montparnasse, wo Daniel, Marco und ich die Pariser Katakomben besichtigten, während Flo im Park sein „Sakrileg“ las! (ich bin ein guter Autor, Flo, oder?).
In den Katakomben (30 Meter unter der Oberfläche) lagern fein säuberlich aufgestapelt die Knochen von 6 Mio. Leichen. Diese wurden von den Pariser Friedhöfen während der Pest ausgegraben und dort hingebracht, weil sie nicht mehr wussten, wo sie die „Verpesteten“ entsorgen sollten und die Friedhöfe überfüllt waren. WAHNSINN!
Kurzer Zeitraffer von dem, was wir an diesem Tag noch so alles gesehen haben:
Besichtigung der Kirche “Saint Pierre”, Besteigung des Tour de Montparnasse
Rumlaufen im Quartier de Montparnasse: Ich kauf mir gleich mal paar Klamotten im Billigladen (Haute Couture de Paris)
Fahrt zur Ile-de-la-Cité: Notre Dame von außen, Ile Saint-Louis mit Beobachtung einiger Künstler, ausruhen und genießen des super Wetters und der Atmosphäre an der Ile-de-la-Cité
Hôtel de Ville und nochmal kurz nach Marais
 | Fahrt mit Métro nach Montmartre zur Station Château Rouge, anschließend hoch zu Sacré Coeur, Baguettes mit Käse, Salami gegessen und Wein getrunken |
Ein paar Worte zu Sacré Coeur:
Die wunderschöne Kirche liegt auf einem Berg und erinnert vom Baustil her mehr an eine abendländische Kirche. Von dort aus bietet sich ein fantastischer Blick auf Paris. Es ist wirklich beeindruckend, was auf den Treppenstufen geboten wir. Hunderte von Leuten sitzen dort und trinken Ihren Wein, spielen Gitarre, singen und genießen den Sonnenuntergang. Einfach eine wunderbare, entspannte Atmosphäre. Für mich eines der Highlights.
| Am Place du Tertre, gleich neben Sacré Coeur, ließen Flo und ich uns als Karikatur malen, Marco kniff aus unbekannten Gründen: vielleicht wäre seine Karikatur auch einfach zu einfach für den Künstler gewesen. |  |
Nach einem Crêpe haben wir uns mit Miklós und Joel wieder bei der Station Château Rouge getroffen, um in eine Kneipe mit Live-Band (2 Gitarren, Kontrabass und Saxophon) und gratis Couscous zu gehen.
23.30 Uhr: Fahrt nach La Villette, um uns mit Daniel zu treffen.
Daniel hat uns eine Disco bei Villette empfohlen. Aufgelegt hat „DJ Laurent Garnier“ (angeblich weltberühmt). Leider war an dem Abend eine Art Mottoparty mit lauter Schwulen. Mancher von uns war da vielleicht gar nicht so am falschen Ort !?…
Sonntag, 23.04.2006
Wieder mal begann der Tag mit einem ausgiebigen Frühstück. Auf dem Weg in die Stadt hielten wir in Châtelet les Halles. Dort besichtigten wir jeden Winkel auf der Suche nach Erleichterung für Flo.
Für Sonntag hatten wir ein großes Sightseeingprogramm mit den Hauptsehenswürdigkeiten von Paris geplant. Kurzer Zeitraffer:
Vorbei an Fontaine des Innocents (dort habe ich mich von allen Sünden frei gewaschen) zum Centre Pompidou und Strawinsky-Brunnen
Vorbei am Hotel de Ville wieder auf die Ile-de-la-Cité, von außen Concergerie, Palais de la Justice, Sainte Chapelle und Notre Dame
Schöne Straße von Ile Saint-Louis mit typisch französischen Geschäften, Bäckereien,...
zu den Tullerien (Park vorm Louvre)
Place de la Concorde mit dem Obelisque (Regenschauer, Pause mit Eis bei Häagen Dasz)
Vom Place de la Concorde ging es dann die Champs Elysées entlang, vorbei am Renault-Shop und Marcos Lieblingsläden (Luis Vuitton, Hugo Boss und Kauf seines Landestrikots für die WM) bis zum Arc de Triomphe.
Ich und Flo genießen Aussicht vom Arc de Triomphe bei Sonnenuntergang
Metro zum Eiffelturm, Flo und ich laufen die Treppen hoch zur Mittelstation des Eiffelturms und fahren mit dem Aufzug bis zur Spitze. Dort genießen wir die Aussicht auf Paris bei Nacht, während sich Marco im Restaurant “Jules Verne” ein 7-Gänge-Menü für 220 € schmecken lässt.
Zum Schluss blickten wir noch einmal vom Trocadero auf den blinkenden Eiffelturm zurück. Geschafft vom Sightseeing-Marathon nahmen wir die letzte RER nach Loch Ness in Richtung MLV Chessy, was uns Marco in reinstem Englisch zu verstehen gab. Den Tag schlossen wir mit einigen Bierchen ab.
Montag, 24.04.2006
Flo arbeitete – schließlich gehört er ja momentan zur arbeitenden Gesellschaft. Marco und ich besuchten bei leichtem Nieselregen Disneyland. Unser persönliches Highlight hatten wir schnell gefunden: es war doch tatsächlich “Der König der Löwen”: 2 Männer mit 1,90m zwischen den Kindern – leider nicht bildlich dokumentiert!
Um 19 Uhr trafen sich die A-Förster in La Défense am Grande Arche. Ich schleppte dabei eine Bierkiste durch ganz Paris, die, auf Geheiß von unserem Gollom, nach Deutschland importiert werden sollte.
Dort betrachteten wir den imposanten Grande Arche, sowie den Finger von La Défense. Die Sicht zum Arc de Triomphe und der Champs Elysées konnte leider nicht genossen werden, da Regen einsetzte.
Zum Ende unseres Parisbesuchs gönnten wir uns ein Abschlussessen im Quartier Latin.
Dienstag, 25.04.2006
Am Dienstag Morgen war dann Heimreise der beiden A-Förster angesagt.
Um 6 Uhr weckte uns Flo mit einem zarten Küsschen auf die Wange……
Zusammen fuhren wir nach Châtelet Les Halles, wo Flo seine zwei Besucher, Ferit und mich alias McHoofman, herzlich verabschiedete.
Marco und ich flogen vom Flughafen Orly nach Hause und sind einige Zeit später gut in Deutschland gelandet.
Samstag, 08.04.2006
Am Samstag Nachmittag holte ich Kerstin und Kai, die von Karlsruhe aus mit dem Zug nach Paris kamen, am Gare de l’Est in Paris ab. Nach ihrer Ankunft fuhren wir gemeinsam zunächst zu ihrem Hotel Daguerre in der schönen Rue Daguerre in Montparnasse.
Die Beiden nahmen ihre Zimmerschlüssel entgegen, stellten ihr Gepäck im Hotelzimmer ab und wir machten uns wieder auf den Weg ins Zentrum.
Vorbei am Hôtel de Ville, ging’s auf die Ile-de-la-Cité und dort gleich mal in Richtung Notre Dame, wo wir die Kirche von innen besichtigten und anschließend einigen Rollerbladern und Rollschuhfahrern zuschauten.
Dann überquerten wir die Brücke zur zweiten Seine-Insel “Ile-Saint-Louis”. Dort bekamen Kerstin und Kai beim Spazieren durch die Gässchen einen kleinen Eindruck von Paris. Gegen 20 Uhr hatten wir großen Hunger, deshalb suchten wir ein Restaurant im französischen Stil auf, in dem Kai und ich als Nachtisch jeweils einen Crêpe aßen.
Sonntag, 09.04.2006
Kerstin, Kai und ich trafen uns um 10 Uhr in Montparnasse, um die Katakomben von Paris zu besichtigen. Die Katakomben existieren seit dem 13. Jahrhundert, weil man damals Steine aus dem Boden zum Bau von Gebäuden geholt hat. Der Katakombengang ist sehr groß und man kann sich bei den Abzweigungen leicht verlaufen, darum wurde der Weg mit einer schwarzen Linie an der Decke gekennzeichnet.
Da man im 18. Jahrhundert in Paris aufgrund von Seuchen und Hungersnot nicht mehr wusste, wohin mit den ganzen Toten, nutze man die Katakomben als “Leichenlagerplätze”. U.a. vom “Cimetière des Innocents” und den Friedhöfen Saint-Eustache und Saint-Landry wurden die Überreste der Toten dorthin verlegt.
Nach dieser 1,5-stündigen Wanderung unter Paris, begaben wir uns wieder an die Erdoberfläche. Kai wollte unbedingt zum “Musée d’Armée”, weshalb wir uns trennten und Kerstin und ich mit der Métro nach Châtelet fuhren. Dort schauten wir uns den Jardin des Plantes, der mittlerweile wieder durchaus sehenswert ist, an, Sainte-Eustache sowie die Sonnenuhr vor Sainte-Eustache.
Die Fontaine des Innocents passierend, die endlich wieder in Betrieb ist, gelangten wir zum Centre Pompidou und zum Strawinsky-Brunnen.
| Unser anschließender Spaziergang entlang an der Seine führte uns vorbei an der Concergerie zum Louvre und dem Jardin des Tuleries. |  |
An diesem Tag hatte der Marathon von Paris stattgefunden und der hatte u.a. auch an der Seine entlang geführt. Vereinzelt kamen uns Läufer, die scheinbar auf Höhe des Louvres aufgegeben hatten, entgegen.
Eigentlich wollten Kerstin und ich zum Boulevard Haussmann fahren, um dort für mich eine Sonnenbrille zu kaufen. Zwar war Sonntag, aber normalerweise hat zumindest die Galerie Lafayette auch sonntags geöffnet. Allerdings handelte es sich an diesem Tag um den Palmsonntag, deshalb hatte absolut gar kein Geschäft offen. Wir gingen deshalb nur einmal kurz um die Oper und tranken etwas in einem Café.
 | Mit Kai trafen wir uns gegen 16 Uhr in Clignancourt, um auf den Flohmarkt Puces de Saint-Ouen zu gehen. Die ersten Meter waren nicht sonderlich toll, denn dort erinnerten die Stände eher an den Markt, den man in Tschechien, direkt hinter der deutschen Grenze findet. Wenn man allerdings etwas weiter geht, handelt es sich um einen richtigen Flohmarkt. |
Wir sahen viele Stände, bei denen Antiquitäten und alte Bücher verkauft wurden. Kai suchte nach einem alten deutschen oder englischen Buch, wurde aber leider nicht fündig.
Den Abend verbrachten wir in Montmartre. Wir hatten Baguttes, Käse, Salami, Oliven und Wein eingekauften und stiegen die Stufen zu Sacré Coeur hinauf. Oben angekommen betrachteten wir die Kirche, danach suchten wir uns eine Bank, auf der wir zu Abend aßen. Wir genossen für eine Weile den Blick über Paris, ehe wir zum Place du Tertre weitergingen, um ein wenig die Künstler zu beobachten.
Nachdem wir in einer Kneipe ein Bierchen getrunken hatten, zeigte ich den Beiden noch kurz Moulin Rouge, anschließend machten wir uns auf den Heimweg.
Dienstag, 11.04.2006
Da ich am Montag meinen ersten Arbeitstag hatte und Kerstin und Kai mal einen Tag für sich alleine haben wollten, trafen wir uns erst am Dienstag wieder. Nach der Arbeit fuhr ich mit der RER bzw. Métro zum Boulevard Haussmann, wo ich mich mit Kerstin und Kai traf. Nachdem wir etwas nach einer Sonnenbrille gesucht hatten, wurden wir tatsächlich in der Galerie Lafayette fündig.
Mit der RER ging es zu mir nach Lognes, anschließend mit dem Auto nach Torcy, wo wir einige Sachen im Carrefour einkauften.
Bei mir im Wohnheim angekommen, bereiteten wir unser Abendessen vor: als Vorspeise Garnelen mit Avocado, als Hauptspeise Käsefondue, als Nachtisch Mousse au Chocolat (ich glaube, Costa und Sarah kommt das irgendwie bekannt vor).
Wir waren alle total begeistert vom Essen, denn Kerstin und Kai hatten scheinbar nicht erwartet, dass das Käsefondue aus dem Kochtopf so gut schmecken würde. Gegen 23.30 Uhr begaben sich sich die zwei auf den Heimweg. Da wir uns am Mittwoch und Donnerstag nicht mehr sehen sollten, verabschiedeten wir uns voneinander und ich brachte die Beiden zur RER-Station.
Im Anschluss daran schaute ich nochmal kurz in Torcy vorbei, um Dia, die am nächsten Tag nach Hause fuhr, “Lebe wohl” zu sagen.
Donnerstag, 13.04.2006
Während ich arbeitete, erhielt ich von Kerstin eine SMS, dass sie, nachdem sie am Morgen noch den Tour de Montparnasse bestiegen hatten, mit dem Zug nach Hause gefahren sind und gut angekommen sind. Der Aufenthalt in Paris hat ihnen sehr gut gefallen.