Dezember 2005


Allgemein und Besucher und Marco Prolo-Reisen und Nouvelles de ParisSamstag, 31. Dezember 2005

Ich, Marco, KingK und mct

Mittwoch, 28.12.2005

Mein Vater fuhr mich zusammen mit Martin T. um 6:30 Uhr nach Nürnberg. Dort trafen wir auf die anderen beiden A-Förster, die von Martins Vater gebracht wurden. Wir flogen um 08:45 mit Air Berlin zum Flughafen Charles De Gaule, Paris. Trumpi hatte mitgedacht und Reiseproviant eingekauft, mit dem er uns den Flug versüßte. Dabei begann er sein Französisch-Alltags-Wörterbuch mit „benutzerfreundlicher“ Lautschrift und den wichtigsten Alltagswörtern zu erstellen.

Hinflug mit Martin T., Marco und Martin K. Über den Wolken
Ankunft in Frankreich
Da mein Koffer nur 30 kg Gewicht hatte, brach die Achse und er konnte trotz der Hilfe eines Ingenieurs nicht repariert werden. Probleme mit dem Koffer

Am RER-Kartenkiosk kaufte ich nach längeren Verhandlungen nicht nur für meine Freunde, sondern auch für andere Deutsche die Carte Orange für eine Woche.

Anschließend ging es mit der RER nach „Loch Ness“, wie meine Freunde es nannten (eigtl. Lognes). Von dort musste ich meinen Koffer zum Wohnheim abwechselnd ziehen und tragen. Loch Ness

Wir liefen durch Loch Ness, das meine Freunde aufgrund der vielen Asiaten sofort Chinatown tauften. Dominik war leider nicht anwesend, obwohl es ihm hier sicher gut gefallen würde.
Dann zeigte ich meinen Kumpels ihre Zimmer. Die beiden Martins gingen zusammen auf ein Zimmer, während Marco ein Einzelzimmer bekam.
Als wir unser Gepäck im Zimmer verstaut hatten, fuhren wir mit der RER eine Station weiter nach Torcy zum Carrefour und besorgten uns Verpflegung für die nächsten Tage. Aufgrund der Reisestrapazen beschlossen wir den Abend ruhig ausklingen zu lassen und kochten Chilli con Carne und tranken ein Fläschchen Wein.

Chilli-Essen in meinem Zimmer

Donnerstag, 29.12.2005

Am nächsten Morgen standen wir gegen 9 Uhr auf und fuhren nach dem französischen Frühstück mit der RER nach Paris.Die zwei Maddins in der RER

Die erste Station unserer großen Besichtigungstour war im Zentrum von Paris Châtelet-Les-Halles, in dem sich ein riesiges Einkaufszentrum befindet. Von dort ging es per Pedes weiter zum Centre Pompidou, einem Zentrum für moderne Kunst. Den nahegelegenen Strawinski-Brunnen besichtigten wir auf dem Weg zum Hôtel de Ville.

2 Martins auf der Rue Saint-Martin
Martin, ich und Marco vorm Centre Pompidou Starfotograph KingK
mct mit Hut Strawinsky-Brunnen

Am Hôtel de Ville beobachteten wir einige etwas gestörte französische Jugendliche, die mit ihren Eishockeyschlägern wie verrückt aufs Eis der dort aufgebauten Eisbahn eindroschen. Weiter ging’s auf die Ile-de-la-Cité, die Insel auf der Seine im Zentrum von Paris. Dort besichtigten wir Notre Dame, wo Marco sehr von den tollen Messgewändern fasziniert war, außerdem zeigte ich meinen drei Freunden von außen den Palais de la Justice, die Concergerie, die Sainte-Chapelle, sowie das Monument für die französischen Opfer des zweiten Weltkriegs.

Notre Dame Point zéro vor Notre Dame
Notre Dame Da sind wir gerade
Alles 4 vor Notre Dame

Beim gepflegten und sehr französischen Restaurant McDo, in dem sich Martin T. zum ersten Mal aufgewärmt hatte (es sollten noch 30 weitere Male folgen), liefen wir die Seine entlang, passierten die Pont Neuf, den Louvre, das Musée d’Orsay und die Pont Alexandre III.

Auf der Seine Martin K., Marco und Martin T. auf der Seine
Grand Palais Cheval am Musée d'Orsay
Place de la Concorde vom anderen Seineufer Martin und Marco an der Pont Alexandre III

Im Invalidendom wollten wir Martin T. (ab diesem Zeitpunkt nur noch Gollum genannt) aufgrund seiner Erfrierungen eigentlich zurücklassen, doch wegen eines Espressos konnte er das Lazarett wieder verlassen.

Invalidendom Marco, Martin und ich mit unseren Kanonen

Beeindruckt durch seine Größe, schossen wir am Eiffelturm sehr viele Fotos. Zur vollen Stunde erreichten wir den Trocadero und konnten von dort aus den funkelnden Eiffelturm bewundern.

Eiffelturm Ich, Marco und mct vorm Eiffelturm Eiffelturm vom Trocadero

Nach einigen Aufwärmstationen gelangten wir zum Arc de Triomphe, von dessen Plattform wir die tolle Aussicht über Paris genossen. Von dort schossen wir einige, wie ich finde, absolut super Photos.

Aussicht Arc de Triomphe Champs Elysées von oben
Eiffelturm Marco und die 2 Maddins am Arc de Triomphe - Hintergrund: Champs Elysées
Nochmal Champs Elysées Photographen bringen die Kamera in die richtige Position
Drei Lichtgestalten am Arc de Triomphe Arc de Triomphe

Anschließend schlenderten wir über die weltberühmte Champs Elysées zum Place de la Concorde mit dem ägyptischen Obelisque und einem aufgebauten Riesenrad.

Champs Elysées von unten Einkauf auf der Champs Elysées
Champs Elysées vom Place de la Concorde Place de la Concorde

Martin T. hatte aufgrund der Kälte (statt der versprochenen +30° waren es gefühlte -15°) mehrere Gliedmaßen verloren. Wir schleppten ihn in die Metro, um zum Quartier Latin zu gelangen. Dort nahmen wir unser Abendmenü schon gegen 22:30 Uhr ein. Leider ging es Gollum äußerst schlecht, deshalb fuhren wir sofort nach dem Essen nach Loch Ness zurück.

Freitag, 30.12.2005

Nach dem Frühstück brachen wir Richtung La Défense auf. Bei der Besichtigung des Grande Arche fühlten wir uns wie in Kleinsibirien. Jeder von uns erhielt einen Gefrierfleischorden, weil wir es geschafft hatten die gesamte Einheit zu retten. Sogar Gollum überlebte, obwohl er im Schneesturm folgenden Satz von sich gab: „Lasst mich zurück – nur die Mission zählt“. Bei einem Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt und einem leckeren Menü von McDo, das wir in der Metro zu uns nahmen, kamen wir wieder zu Kräften.

Grande Arche de la Défense Hochhäuser bei La Défense
Weihnachtsmarkt von La Défense Marco, Krausi und ich unterm Grande Arche
Stärkung am Weihnachtsmarkt Daumen
Finger von La Défense

Angekommen am Stade de France, verzichteten wir, entgegen meinen Planungen, auf die Besichtigung des Stade de France von innen und liefen bei -30° und wunderschönem Matschregen um das gesamte Stadion.

Original Fälschung

Wir nahmen die Métro Richtung Bastille, aber stürmten statt der Bastille die Opéra, die jetzt deren Platz einnimmt. Unser Kleinster hätte gerne einige Runden mit dem Karusell gedreht, jedoch wollte ich uns den „normalerweise“ sehr schönen Place des Vosges zeigen. Leider war dieser aufgrund der 3m hohen Schneedecke gesperrt. Stattdessen nahmen wir in einem altfranzösischen Cafe Cocktails, Bier und heiße Schokolade ein. Um 18 Uhr trafen wir am Louvre ein, der ab dieser Uhrzeit für unter 26jährige kostenlos ist.

Schlumpf in der Opéra Bastille

Innerhalb der folgenden 3 Stunden besichtigten wir die Highlights des Louvres (u.a. Mona Lisa, Nike von Samothrake, Die Freiheit auf den Barikaden).

4 Kunstexperten im Louvre Ein interessantes Gemälde
Ein Kopfloser Krausi und sein Lieblingskunstwerk Venus von Milo
Mal Durchatmen vom Kunstmarathon Louvre von außen
Qualitätswein vor der Pyramide des Louvres

Nachdem wir den Louvre verlassen hatten, genossen wir eine Flasche eines Qualitätsweins von Carrefour. Wir aßen auf dem „direkten“ Weg über den Place de Vendôme noch Crêpes bzw. Maronen und fuhren mit der Métro nach Montmartre. Dort passierten wir beim Aufstieg zu Sacré Coeur den legendären, äußerst „spitzen“ Zaun und bestaunten danach die sagenhafte Aussicht über Paris und auch die wunderschöne Kirche Sacré Coeur.

Sacré Coeur Spitzer Zaun

Da wir noch nicht zu Abend gegessen hatten, suchten wir uns gegen 23 Uhr am Place de Tertre ein kleines Restaurant mit Kabarett und aßen eine Kleinigkeit. Im Anschluss liefen wir zu Moulin Rouge und genossen das Pariser Nachtleben und das Treiben auf Pigalle.

Moulin Rouge Ende eines harten Tages

Gegen 24 Uhr trennten sich die Gefährten. Gollum und sein Begleiter Marco traten die Heimreise an, die anderen beiden Hobits streiften noch durch die Nacht und fingen sich zum Teil Lippenherpes ein.
Fazit des Tages: Wir machten eine kleine Weltreise, ausgehend von China-Town besuchten wir die Antarktis und Zentralafrika (Saint-Denis) und landeten schließlich im Herzen von Paris. Auf dem Heimweg passierten wir Stalingrad, eine Metro-Station.

Samstag, 31.12.2005

Trotz der späten Heimkehr traf ich mich um 11 Uhr mit Guillaumes Mutter, um ein Raclettegerät entgegenzunehmen. Guillaume war verhindert (in Célines Bett).
Nach unserer obligatiorischen französischen Mahlzeit (Baguettes und Käse) fuhren wir nach Torcy zum Carrefour, um einzukaufen. Marco bereitete es einige Probleme den rechten Weg mit dem Einkaufswagen zu finden, da so viel los war (O-Ton KingK: „Marco, jetzt komm halt!“). Wir tätigten unsere Silvestereinkäufe für das abendliche Raclette und waren nach etwa 3 Stunden „schon“ wieder zurück.

Marco beim Einkaufen

Um 18.30 Uhr begannen wir mit den Essensvorbereitungen.

Krausi und der Schinken Ich und der Raclettekäse
Marco bei den Vorbereitungen Alles vorbereitet!

Als wir kurz nach 19 Uhr mit dem Raclette-Essen anfangen wollten, saßen wir im Dunklen, denn es hatte die Sicherung rausgehauen. Da sogar unser kleinster Ingenieur Gollum aufgrund mangelnden Werkzeugs den Fehler nicht beheben konnte, mussten wir als Ersatz fürs Raclettegerät den Toaster verwenden.

Professionelles Raclettegerät Geschmeckt hat's trotzdem allen

Um 22.30 Uhr fuhren wir zusammen mit Michael, Thomas und Chloé zum Arc de Triomphe. Rechtzeitig, einige Minuten vor Mitternacht, kamen wir an der Champs Elysées an. Leider gab es kein Feuerwerk, dafür ließen wir kräftig die Korken knallen. Von den angezündeten Autos, von denen wir am nächsten Tag in den Nachrichten erfahren hatten, bekamen wir nichts mit, lediglich eine kleine Schlägerei sahen wir von weitem.
Wir amüsierten uns gut, sangen einige Lieder und stießen des öfteren an. Um 3 Uhr begaben wir uns auf den Heimweg.

Krausi, ich und mct um 0 Uhr Prost Neujahr!

Auch hier ein kurzes Fazit:
Wir mussten zwei Teil- und einen Totalausfall hinnehmen. Der Totalausfall schaffte es im Anschluss 30 Stunden zu schlafen.

Allgemein und Neues aus DeutschlandMittwoch, 28. Dezember 2005

Samstag, 24.12. – Montag, 26.12.2005

Weihnachtsbaum

Der heilige Abend lief ähnlich wie jedes Jahr ab: Nachdem ich auf dem Klavier zwei Weihnachtslieder vorgespielt und meine Schwester, die am Vormittag in Pegnitz angekommen war, eine lustige Weihnachtsgeschichte vorgelesen hatte, gab’s die Bescherung. Mir wurde ein Jogging-Anzug, ein Mp3-Player, ein Kalender und ein Buch geschenkt.

Klavierspielen und Gesang Weihnachtsgeschichte
Weihnachtessen Katze bei den Geschenken

Im Anschluss daran aßen wir Forelle und Lachs, danach gingen wir in die Kirche, wo meine Mutter mit dem Gospelchor vorsang. Zuhause mixte ich für meinen Vater und mich zwei Cocktails und wir ließen den Abend gemütlich ausklingen.
Auch die restlichen Tage verbrachte ich bei meiner Familie, es wurde viel gegessen (Gänse- und Entenbraten) und viel geredet.

Vorspeise 1. Weihnachtsfeiertag Weihnachtsbraten

Am Montag Abend traf ich mich mit Marco, Martin K. und Martin T. im Milian, um unseren Paristrip ein wenig zu besprechen.

Nächste Seite »