September 2005


Allgemein und Nouvelles de ParisFreitag, 30. September 2005

Mittwoch, 21.9.2005, Donnerstag, 22.9.2005 und Freitag, 23.9.2005

Am Mittwoch abend, nachdem Thomas 40 (!) Eier gekauft und Crêpes gemacht hat (süße und deftige), haben wir (Sonja, Thomas, Michael und ich – Markus war kurzfristig für 2 Tage nach Bamberg gefahren) uns überlegt, dass wir unserem spanischen Freund Diego anlässlich seines 23. Geburtstags, der am kommenden Tag war, eine kleine Freude bereiten wollten. Wir hatten, wie so oft, bei Diego gegessen (er hat, wie schon mal erwähnt, das größte Zimmer und am wenigstens drin) und um 21 Uhr gesagt, dass wir heute alle so müde sind und morgen für die Feier fit sein wollen, deshalb gehen wir heute frühzeitig ins Bett. Anschließend haben wir uns zu viert vor meinen Laptop gesetzt und mit dem Windows Movie Maker ein Video für Diego mit den besten Bildern aus dem ersten Monat Paris und der Hintergrundmusik “Camisa negra” gemacht. Das Ganze hat 3 Stunden gedauert, bis wir die richtigen Bilder zusammen hatten, sie in der richtigen Reihenfolge hatten und gute Übergänge zwischen den Bildern waren – aber Punkt 0 Uhr waren wir fertig und haben an Diegos Tür geklopft. Er hat schon fast geschlafen, war wie immer daheim im Schlafanzug. Wir haben ihm ein Geburtstagsständchen gesungen, Michael hat das Lied auf der Gitarre begleitet (und die Noten per Zettel auf der Gitarre festgeklebt). Anschließend haben wir gemeinsam das Video angesehen und auf Diego angestoßen. Er hat sich total über das Video gefreut und war total begeistert.

Um 1.30 Uhr sind wir ins Bett gegangen, nachdem wir noch ein wenig getrunken hatten.

Am Donnerstag fuhren wir mit der Metro nach Versailles, um uns das Schloss und die riesige Gartenanlage anzusehen. Eine 23-jährige Kunststudentin aus Frankreich führte uns (etwas chaotisch) durch’s Schloss und erklärte hin und wieder ein paar Sachen oder erzählte von Louis XIV, dem “roi soleil”. Das Ganze war zwar schon interessant, aber irgendwie war in jedem Raum doch fast das Gleiche zu sehen. Gegen 18 Uhr sind wir heimgefahren.

Da wir noch zum Carrefour wollten, mussten wir uns ganz schön beeilen. Diegos Gäste waren ab 21 Uhr eingeladen und im Carrefour muss man aufgrund der Größe des Supermarkts immer 1,5 Stunden für die Einkäufe einplanen, wenn man, wie er an diesem Tag, etwas mehr braucht. Bis wir wieder im Wohnheim waren, war es etwa 20.45 Uhr. Diego hat schnell das Bier kalt gestellt, “Callimocho” (eine Mischung aus Rotwein und Cola – wird wahrscheinlich anders geschrieben) gemixt und dann kamen auch schon die Leute. Die Party war verdammt cool. Es waren so ziemlich alle Erasmusstudenten, die wir bislang gekannt haben, da und alle haben ziemlich viel getrunken. Was mich gewundert hat war, dass es von den Nachbarzimmern keine Beschwerden gab. Die Musik und die Leute waren megalaut, Diegos Zimmertür war fast nie zu und das Fenster war auch ständig geöffnet. Fanni war an diesem Abend auch da und wir sind um 2 Uhr zu mir gegangen – sie hat bei mir übernachtet. Die Letzten haben noch bis 4 Uhr gefeiert.

Dementsprechend motiviert sind natürlich alle am nächsten Tag zum Sprachkurs gegangen. Wir haben dort einen kleinen Abschlusstest geschrieben und danach Fanni und Sonyia jeweils einen Blumenstrauß überreicht, den Sonja und ich am Tag zuvor im Carrefour besorgt hatten und der von unserem Kurs gemeinsam finanziert wurde. Ich hab mal kurz bei der Bank BNP Parisbas vorbeigeschaut, weil die in der Vorwoche, als ich ein Konto eröffnet hatte, vergessen haben, die Rückseite meines Persos zu kopieren und das unbedingt noch haben wollten. Als ich zurückkam, haben wir mit Virginie ein Picknick veranstaltet. War ganz nett. Dabei hab ich Vincent kennengelernt. Er ist sehr bei Esto engagiert. Esto ist eine Gruppe von Studenten, die sich darum kümmern, dass ausländischen Studenten das Studieren an der neuen Uni erleichtert wird. Sie organisieren u.a. Kennenlernabende für französische und ausländische Studenten, sowie kulturelle Ereignisse, wie beispielsweise Musikkonzerte. Nach Möglichkeit soll jeder von uns Erasmusstudenten einen französischen Ansprechpartner haben. Vincent hat mich gleich gefragt, ob ich einverstanden wäre, wenn wir “ein Tandem” bilden würden. Das hab ich natürlich nicht abgelehnt!

Am Nachmittag fand dann endlich die Einschreibung statt. Ich bin jetzt offiziell als Master Mathématiques M1 eingeschrieben. Man musste – wie immer – 10 Formulare ausfüllen und anschließend musste ich die enorme Summe von 4,57 € überweisen. Ich hätte das Geld sogar passend gehabt, aber sie haben dort auf eine Überweisung bestanden…

Abends ging’s mit Fanni, Ann-Frederic und den ganzen Erasmusstudenten in eine Crêperie nach Montparnasse. Zu den Crêpes haben wir Cidre getrunken. War recht lustig dort, aber weil alle vom Vortag etwas geschafft waren, sind wir schon mit der letzten Metro um 0.30 Uhr nach Hause gefahren.

Allgemein und Nouvelles de ParisFreitag, 30. September 2005

Montag, 19.9.2005 – Mittwoch, 21.9.2005

In dieser Zeit ist eigentlich gar nicht viel passiert. Vormittags und nachmittags hatten wir jeweils von 9-12 und 13.30-17.30 Uhr Sprachkurs.

Montag abend hat Sonja für Thomas, sich und mich Glasnudeln gekocht. Am Dienstag sind wir in Torcy weggegangen. Erst haben wir uns mit den restlichen Erasmusleuten vor deren Wohnheim getroffen und ein wenig vorgeglüht. Als alle recht gut drauf waren, sind wir langsam (wie’s in der großen Gruppe halt so üblich ist) zur Bar Konfusius geschländert. Die Bar liegt direkt neben dem kleinen See, der sich zum Teil in Lognes, zum Teil in Torcy befindet. Die Konfusiusbar ist echt toll eingerichtet, die Cocktails haben aber niemanden wirklich vom Hocker gerissen. Trotzdem war’s lustig.

Gegen 0.30 Uhr haben wir die Bar wieder verlassen und sind zum Studentenwohnheim in Torcy gegangen. Dort gab’s noch ne kleine Session auf dem Dach, die etwa eine Stunde andauerte. War ziemlich witzig, dort oben, und die Aussicht ist spitze. Aber wirklich wohl hat sich nicht jeder gefühlt, denn das Studentenwohnheim ist ziemlich hoch (ich glaub 6 Stöcke) und am Dach gibt’s absolut keine Absicherung.

Etwa um 2 Uhr waren wir wieder in Lognes und sind dort gleich schlafen gegangen.

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